Kreishaushalt sorgt für Enttäuschung

Von Bukarest wurde ein Fünftel der Vorjahressumme gestrichen

Freitag, 08. Februar 2013

Kronstadt - Die im Staatsbudget für den Kreis Kronstadt/Braşov vorgesehenen Geldmittel sind um rund 20 Prozent geringer als jene fürs Vorjahr. Der Vorsitzende des Kreisrats Kronstadt, Aristotel Căncescu, äußerte bei einer Pressekonferenz seine Enttäuschung darüber und geht davon aus, dass manche seiner PNL-Parteikollegen im rumänischen Parlament aus diesem Grund auch nicht für diesen Haushaltsentwurf stimmen werden. Das ändere aber nichts für Kronstadt, eher springe etwas bei einer Haushaltsumschichtung für diesen Kreis heraus.

Căncescu nannte auch ein konkretes Beispiel: Für Straßenbau und -wartung stehen rund sieben Millionen Lei und 1,5 Millionen Euro zur Verfügung – eine Summe, die kaum für die Schneeräumung reichen dürfte. Der Kreisrat wird trotzdem sofort 15.000 Euro bereitstellen, um den Gemeindeweg Moieciu – Cheile Grădiştei mit Steinpflaster zu belegen. Bei Cheile Grădiştei finden bekanntlich die Biathlon-Wettkämpfe der europäischen Winter-Jugendolympiade (FOTE) statt. Căncescu erinnerte daran, dass die rumänische Regierung recht wenig für dieses sportliche Großereignis getan habe; die Bürde der Veranstaltung falle deshalb zu Lasten der Bürgermeisterämter von Kronstadt und Rosenau/Râşnov. Der Kreisrat selber hätte auch finanziell nicht viel für FOTE beitragen können.

In diesem Jahr sollen aus dem Kreishaushalt 400.000 Lei bereitgestellt werden für eine Kläranlage in Radeln/Roadeş. Hinzu kommen auch die Finanzierung der Ausbesserungsarbeiten der Zufahrtswege zu Deutsch-Weißkirch/Viscri und Radeln an die Nationalstraße DN 13 (Kronstadt – Schäßburg). Premier Ponta habe sich persönlich dafür interessiert, sodass möglicherweise etwas aus dem Reservefonds der Regierung dafür zur Verfügung steht.

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