Kreisrat bürgt für AquaCaraş-Kredit

Siedlungswassergesellschaft muss 26,76 Millionen Lei leihen, um EU-Projekt mitzufinanzieren

Mittwoch, 24. Januar 2018

Reschitza – Nachdem in den vergangenen Jahren sowohl der Kreisrat als auch die Stadt Reschitza der Siedlungswassergesellschaft AquaCaraş mit Liegenschaften als Bürgschaften beigesprungen sind, um Pfändungen, vor allem durch die Steuerbehörde ANAF, abzuwehren, musste jetzt der Kreisrat einer Beschlussvorlage zustimmen, durch welche der Kreisrat, grundsätzlich, für eine Kreditaufnahme bürgt. AquaCaraş braucht dringend sechs Millionen Euro zur Kofinanzierung des Modernisierungsprojekts der Siedlungswasserwirtschaft im Banater Bergland, das hauptsächlich von der EU bezahlt wird (ADZ berichtete).

„Wie allen bekannt sein dürfte, hat EU-Kommissarin Corina Creţu kürzlich das Finanzierungsabkommen unterzeichnet, durch welches unserem Verwaltungskreis eine beträchtliche Summe (57 Millionen Euro – Anm. ADZ) für den Ausbau der Siedlungswasserwirtschaft in den acht Städten sowie in vier der Gemeinden des Banater Berglands zugesprochen wurde“, erklärte Kreisratspräses Silviu Hurduzeu seinen Kreisräten. „Sechs Prozent der Kosten muss laut Vertrag AquaCaraş selber aufbringen, zwei Prozent jede der Ortschaften, wo Ausbau- und Sanierungsarbeiten durchgeführt werden. Dazu ist die Kreditaufnahme nötig. Wir haben ein gutes Angebot bekommen, mit einer Schonfrist von einem Jahr.“

Der Karansebescher PNL-Kreisrat Ioan Cojocaru schlug als Alternative zum Kredit vor, den Kommunalverwaltungen, die Gesellschafter von AquaCara{ sind, die Möglichkeit einer Kapitalaufstockung zu bieten – wie dies seit mehreren Kreisratstagungen auch das PSD-Kreisratsmitglied Ioan Crina vorschlägt. „Verwicklungen mit Banken und Schuldenaufnahmen sollten wir vermeiden“, meinte Cojocaru. Kreisratsvize Flavius Nedelcea, in dessen Verantwortungsbereich die Siedlungswassergesellschaft fällt, entgegnete, man habe alle Gesellschafter angeschrieben, aber bloß von Reschitza und Bokschan Zustimmung für eine Kapitalerhöhung bekommen. Da bis zum 2. April das Geld auf dem AquaCaraş-Konto sein muss, bliebe nur die Kreditaufnahme als Alternative. „Die Rathäuser – einzige Ausnahme: Karansebesch - haben noch nicht einmal ihren Jahresbeitrag von zwei Prozent eingezahlt, zu dem sie sich mit dem Gesellschaftsvertrag verpflichtet haben. Reschitza unternimmt Schritte, die Schulden von AquaCaraş in Aktien zu verwandeln, was aber keine Kapitalerhöhung ist“, sagte Ioan Crina. Zuletzt erklärte sich der Kreisrat mit der nötigen Stimmenmehrheit einverstanden mit der Kreditaufnahme.

In den kommenden Jahren soll im Banater Bergland das Siedlungswassernetz um 120 Kilometer Trinkwasser- und 160 Kilometer Schmutzwasserleitungen erweitert werden. 20 Vorratsbehälter für Trinkwasser sollen saniert werden.

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