Krise im Gesundheitswesen kommt vor Verteidigungsrat

Johannis fordert Lösungen vom Gesundheitsressort

Samstag, 21. Mai 2016

Bukarest (ADZ) - Die beispiellose Krise im Gesundheitswesen kommt vor den Obersten Verteidigungsrat des Landes (CSAT). Wie Staatschef Klaus Johannis am Donnerstag mitteilte, ist das Thema auf die Tagesordnung der CSAT-Sitzung vom kommenden Freitag gesetzt worden – das Gesundheitswesen sei schließlich eine Angelegenheit der nationalen Sicherheit, so der Präsident.
Johannis erklärte, das Gesundheitsministerium bereits zu umgehenden Lösungsvorschlägen und die Geheimdienste zur zusätzlichen Informationsbeschaffung aufgefordert zu haben. Gleichzeitig warnte das Staatsoberhaupt vor überzogenen Erwartungen an die CSAT-Sitzung – der Verteidigungsrat könne die bestehenden Probleme nicht lösen, sondern sie lediglich besprechen sowie zu Lösungsfindungen anregen. Bezüglich des Skandals um gepanschte Biozide sagte Johannis, dass seines Erachtens der in die Kritik geratene Inlandsnachrichtendienst SRI seine Pflicht getan hat – er habe in unzähligen Berichten auf Mankos und Unregelmäßigkeiten hingewiesen, doch hätten „so manche Amtsträger die Informationsnotizen eben nicht aufmerksam genug gelesen oder bewusst in den Wind geschlagen“. Sollte sich herausstellen, dass vorsätzlich gegen das Gesetz verstoßen worden ist, so erwarte er, dass die Gesetzeshüter die Schuldigen ausfindig machen, fügte Johannis hinzu.

Kommentare zu diesem Artikel

Peter, 24.05 2016, 12:03
Kritiker, stimmt! Rumänien ist ein sehr merkwürdiges Land.
Vielen (allen?) Politikern und Wirtschaftsbossen fehlt jegliches Unrechtsbewusstsein.
Kritiker, 23.05 2016, 19:23
Was hat die Gesundheit mit dem Verteitigungsrat zu tun? Rumaenien ist und bleibt ein merkwuerdiges Land.
Linares, 22.05 2016, 09:52
bla-bla-Johannis; Der nationale Verteidigungsrat haelt ein Kaffeekraenzchen ab und gibt pro forma ein paar Ratschlaege ( haben wir Rumaenien nicht fuer alles und jedes sofort einen guten Rat ? ) , ein paar Akteure im Hexipharma-Skandal werden vor's Gericht gezerrt und verurteilt und die politisch Verantwortlichen, die eigentlich dafuer gewaehlt und bezahlt werden, ein schluessiges Konzept im Gesundheitswesen auszuarbeiten und ingang zu setzen, pennen weiter den Schlaf der Gerechten. Wen interessieren schon ein paar tausend Tote, die sich eine medizinische Behandlung ihrer Krankheiten nicht leisten konnten ?
Skeptikus, 21.05 2016, 16:20
Das Gesundheitswesen ist seit Jahrzehnten in der Krise in Rumänien. Dieses Desinfektionsmittel ist nicht einmal die Spitze des Eisberges. Jetzt, da man es nicht mehr vertuschen kann, fühlt sich auch der Präsident bemüssigt, zu intervenieren. Wo waren denn seine Berater? Überall wird unterschlagen: Beschaffung von technischem Gerät, Baumassnahmen etc. pp. Das Schlimmste aber ist, dass deswegen jährlich 1500 - 2000 qualifizierte Fachärzte das Land wegen Perspektivlosigkeit und Korruption verlassen! Sanatate!

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