Krise in Ukraine ohne direkte Auswirkungen auf Rumänien

Băsescu: Russisches Vorgehen auf Krim ist Angriff auf die Ukraine

Dienstag, 04. März 2014

Foto: presidency.ro

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Präsident Traian Băsescu hat Samstag nach dem Arbeitstreffen mit den Verantwortlichen der Sicherheitsstrukturen erklärt, dass die Krise in der Ukraine keine sofortigen und direkten Auswirkungen auf Rumänien habe. Das Wiederauftauchen eines eingefrorenen Konflikts in der Region würde jedoch die Unsicherheit erhöhen, einschließlich das Risiko bewaffneter Konflikte. Rumänien erachte deshalb, dass seine eigene Sicherheit mittel- und langfristig beeinträchtigt werden kann.

Für Rumänien bedeutet  – laut Präsident Traian Băsescu –, dass jede Anwesenheit von Truppen der Russischen Föderation auf dem Gebiet der Ukraine ohne deren Zustimmung und außerhalb der bilateralen Abkommen, die es bereits gibt, eine Aggression gegenüber der Ukraine.

In einer Fernsehsendung ging Traian Băsescu näher auf den Standpunkt Rumäniens in dieser Angelegenheit ein: Russland würde auf keinen Fall einen Konflikt mit einem NATO-Mitgliedsstaat vorhaben. Rumänien sei also kein Ziel angesichts einer eventuellen Aggression gegen die Ukraine.

Andererseits habe auch die Europäische Union in der Verwaltung der Beziehungen zur Ukraine Fehler begangen, etwa als Sponsor der pro-europäischen Prozesse in der Ukraine. Die Beziehungen Rumäniens zur Ukraine seien abgekühlt, nachdem Kiew den Prozess in Den Haag verloren hat. Man habe die Dinge nicht weiter forcieren wollen.

Kommentare zu diesem Artikel

Sraffa, 05.03 2014, 00:53
@Helmut. Ich stimme jedem Ihrer Sätze zu.
Spätestens seit den Enthüllungen um die NSA vermute ich zudem daß die USA in die Provokationen in Kiew aktiv mit ihren Geheimdiensten verwickelt sind. Man erhofft sich dadurch vielleicht , näher an die begehrten Rohstoffe zu gelangen. Und die Deutsche Aussenpolitik hat bis jetzt hier zumindest komplett versagt, wenn sie sich nicht den Vorwurf aussetzen will das Geschäft Ukrainischer Faschisten besorgen zu wollen !
Angela Merkel hat zumindest geschlafen; aber auch Dummheit kann gefährlich sein. Ein Außenminister, dessen Vermittlungen nicht eingehalten werden, ist nicht viel wert.
Manfred, 04.03 2014, 21:09
Wenn in einem Nachbarland Kriegsgefahr herrscht,könnte auch RO indirekt hineingezogen werden...Flüchtlinge,fehlgeleitete Raketen etc.Da darf man sich schon Sorgen machen und hoffen,das nichts passiert.
Nur gut,Helmut,das RO von sauberen Politikern regiert wird,ausnahmslos-seit der Wende.
Helmut, 04.03 2014, 19:25
@Sraffa...da hast Du wirklich Recht....es wäre besser wenn der Basescu seinen Mund halten würde,seine Intelligenz kann man an seinen Aussagen zu diesem Konflikt messen.Das in der Ukraine nicht alles sauber abgelaufen ist wird uns langsam aber sicher deutlich vorgeführt.Janukowitsch und viele seiner Mitstreiter gehören sicher zu den PolitikernInnen welche man ablehnen muß(aber was ist mit Timoschenko und mit den andern Oligarchen welche sich jetzt wieder in der Politik breitmachen...Herr Klitschko hat z.B. bis jetzt keinen Cent Steuer in der Ukraine bezahlt ,tolles Vorbild)jedoch war/ist er der Präsident welcher in einer demokratischen Wahl von einer Mehrheit gewählt wurde,sicher gab es dabei auch einige Unregelmäßigkeiten aber die Wahl war in Ordnung. Das müssen Demokraten akzeptiern.Man stelle sich vor was geschehen wäre,wenn das rumänische Volk" unseren" Basescu mit Waffengewalt in die Wüste gejagt hätte.Mit Recht wären wir alle empört gewesen und hätten mit aller Kraft dagegen gekämpft.Es ist halt immer undurchsichtig,wenn der eine glaubt er hat die Demokratie gepachtet und der nicht seiner Meinung ist,ist undemokratisch.Warum hat haben Abgeordnete des ukrainischen Parlaments der russischen Minderheit die bisher eingeräumten Rechte beschnitten???.War dies eine bewußte Provokation um ein eingreifen der Russen zu provozieren?.In einigen Jahren werden wir sicher mehr über diese ganze Problematik wissen und es wird sich zeigen wäre sich hier aller schmutzig gemacht hat.An dieser Stelle kann man Rumänien zu seiner Minderheitenpolitik,welche ein Beispiel für die ganze Welt ist,nur gratulieren.Die neuen Damen und Herren in Kiew sollten von Rumänien lernen.
Norbert, 04.03 2014, 16:14
Die Ungarn wissen jetzt wies gemacht wird.Und die Welt wird sie bewundern ,das man länger wie die Russen auf der Krim ,vom Leuten regiert wird die nichts können.Außer klauen ...
Herbert, 04.03 2014, 14:39
So ganz unbeteiligt ist Rumänien nicht an der Situation. Hat es sich doch zusammen mit Polen als Standort der Amerikaner für die Raketenabwehrbasis hergegeben - für Russland ein Dorn im Auge, gegen den er laut protestiert hat - vergeblich. Mit dem Anschluß der Ukraine an den Westen (EU, Nato) wäre die Gefahr nochmals gegeben, dass es ein weiteres Vorrücken geben könnte - bis an deren direkte Grenzen. Wenn dann die Entwicklung gleichzeitig auch noch seine Marinebasis in Frage stellt, darf man sich nicht wundern, dass er sich hier gefordert fühlt und eingreift.
Sraffa, 04.03 2014, 04:57
Das fehlt noch , daß der oberste Irrwisch sich in die unselige Ukraine-Angelegenheit einmischt. Schuster, bleib bei Deinen Leisten.Basescu soll sich darauf konzentrieren sein Land nach vorne zu bringen anstatt Weltpolitik zu betreiben !!

Westeuropa begreift nun allmählich daß es in der Ukraine-Angelegenheit völlig versagt hat, aber Basescu will mitmischen !! OH Gott oh Gott !

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