Kronstadt – europäisch, grün und dynamisch

Aus den Wahlprogrammen des Kronstädter Ortsforum, der PER und der PMP (II)

Samstag, 23. Juli 2016

IX. Kronstadt – grüne Stadt

Ein „grüner Ring“ rund um die Innere Stadt wird angelegt, der den Raupenberg (Graft) mit der Zinne verbindet. Klostergasse und Rossmarkt werden, mit Einverständnis der Anrainer, als „Shared spaces“ eingerichtet, um dort an bestimmten Tagen und Uhrzeiten auch Straßenveranstaltungen organisieren zu können. Das Gelände hinter der Stadtmauer, entlang der Graft, wird zum Naherholungsgebiet mit Kinderspielplätzen, Fahrradwegen, Spazierwegen, Kletterwänden, einer Freilichtbühne und einem Museum in den Bunkerräumen zu Kronstädter Aufständen. Es wird nach modernen Lösungen fürs Fernheizsystem und für CET und TETKRON gesucht. Den Besitzern von Pkw der Klassen Euro 5 und 6 werden Steuerermäßigungen gewährleistet, Elektro- und Hybridwagen sind steuerfrei. Solarzellen werden bei den Sitzen öffentlicher Behörden installiert. Ein neues Recycling-Zentrum für Müll-Trennung und -verbrennung steht den Kronstädtern und den Firmen zur Verfügung, wo sie auch direkt, ohne Vermittlung der Müllabfuhrgesellschaften, Zugang haben.

X. Sozialdialog

Jeden Monat werden Beratungen zu aktuellen Belangen mit den Bürgern abgehalten (einschließlich online). Regelmäßige Beratungen finden statt mit Unternehmern, Vertretern der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber, wie auch mit Vertretern der Rentner, der ehemaligen politischen Häftlinge und der Teilnehmer an der Revolution von Dezember 1989. Ein Callcenter wird gegründet, um unkompliziert die Beschwerden der Bürger zu erfahren und zu lösen. Ein transparentes Finanzierungsprogramm wird eingerichtet für Sozialprojekte betreffend interkultureller Dialog und Dialog der Generationen.

XI. Kultur, Kulturerbe und Tourismus

Die Burg am Schlossberg soll restauriert werden und Museumsräume mit Kulturangebot und Sonderveranstaltungen (Gastronomie, Wettbewerbe u.a.) vereinen. Vorausgesetzt wird, dass die Besitzverhältnisse und die Frage der Verwaltung geklärt werden. Im alten Rathaus am Marktplatz wird ein Festsaal eingerichtet; auch ein Saal beim Katharinentor soll für besondere Anlässe genutzt werden. Die Stromkästen im historischen Stadtzentrum sollen unterirdisch verlegt werden. Ein Museum der Kronstädter Technik soll gegründet werden, ebenso eines der Naturwissenschaften – beide sollen auch dem Unterricht dienen und die Forschung fördern. Vorgeschlagen wird auch ein Museum der Kronstädter Flugzeugindustrie auf dem ehemaligen Gelände des Traktorenwerkes. Ein Dokuzentrum oder  eine Gedenkstätte an die Opfer des Totalitarismus wird gegründet. Durch eine Partnerschaft zwischen Kreis- und Stadtrat wird das Geschichtsmuseum ausgebaut und in die Schmiedebastei (heute Sitz des Stadtarchivs) verlagert. Im neuen Flügel des Aro-Hotels wird ein Modell der reformierten Kirche ausgestellt die da bis Anfang der 1960er Jahre stand, bis sie abgerissen wurde.

Statuen sollen an Kronstädter Persönlichkeiten erinnern wie z.B. Liviu Babeş, Dr. N. Gologan, Sextil Puscariu, Karl Heinz Schnell, Peter Bartesch, Christian Kertsch. Dem Museum der ersten rumänischen Schule in der Oberen Vorstadt wird mehr Unterstützung gewährt. Kinosäle, die der Stadt gehören (Astra auf der Postwiese, Popular in der Klostergasse) sollen auch als Probesäle junger Kronstädter Künstler (Musiker, Tänzer, Schauspieler) genutzt werden. Kulturveranstaltungen in den Stadtteilen soll mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Das Bürgermeisteramt stellt kostenlos eine Freilichtbühne für Kulturveranstaltungen am Marktplatz zur Verfügung. Das Schlagerfestival „Der Goldene Hirsch“ wird wieder ins Leben gerufen. Handels- und Kulturräume werden den ethnischen Minderheiten zur Verfügung gestellt, um Kulturdialog und Ideenaustausch zu fördern. Zwei City-Manager werden eingestellt für Koordinierung der Partnerschaften zwischen öffentlichen Behörden und Privatfirmen. Manager werden ebenfalls für die Innere Stadt und die Schulerau ernannt und sind zuständig fürs Kulturerbe und für regelmäßig stattfindende Veranstaltungen. Die Städtepartnerschaften werden neu belebt durch gemeinsame Veranstaltungen und einem Festival der befreundeten Städte. „Tourist Taxis“ werden eingeführt deren Fahrer auch als Stadtführer agieren und dafür auch einen höheren Fahrpreis verlangen können. Moderne öffentliche Toiletten werden im Stadtbild nicht fehlen. Das Betteln in der Inneren Stadt wird von der Stadtpolizei und dem Bürgermeisteramt besser unter Kontrolle gehalten.

XII. Lebensqualität

Dieses Kapitel bleibt für weitere Vorschläge offen. Als Grundlage einige Ansatzpunkte: Wärmedämmung der Wohnblocks finanziert durch EU-Fonds; Einrichtung einer Notrufnummer im Zusammenhang mit den Problemen, die herrenlose Hunde verursachen; Mitarbeit von Fachleuten in Fragen, die in Zusammenhang mit Wildtieren stehen, die die Bürgersicherheit beeinträchtigen. Picknickstellen werden eingerichtet, aber auch Möglichkeiten für Freiluftkino, öffentliche Konzerte usw. Mehr Grünflächen sollen entstehen, so dass pro Einwohner 30 Quadratmeter gesichert werden. Der Seilbahntransport in der Schulerau und auf der Zinne wird von der Stadtverwaltung übernommen. Anschließend werden günstigere und vielfältigere Preiskategorien eingeführt, da das Skigelände in der Schulerau Eigentum der Stadt Kronstadt ist.

Für die einzelnen Stadtteile gibt es eigene Projekte: im Burggrundviertel wird der ehemalige Steinbruch am Schneckenberg zu einem Amphitheater für Open-air-Vorstellungen umgewandelt. Im Stadtteil Bartholomä werden die Zuggleise unterirdisch verlegt oder erhöht. So  verschwindet eine künstliche Hürde in den Verkehrsanbindungen zu Bartholomä-Nord. Das Gelände des ehemaligen Munizipalstadions wird für Großveranstaltungen und Messen eingerichtet nach dem Münchner Modell der Theresienwiese. Auf dem ehemaligen Rulmentul-Werkgelände wird ein IT-Technologiepark eingerichtet sowie ein Kongress- und Ausstellungszentrum. Im Triaj-Viertel wird die Herstellung von Wärmekraft wieder aufgenommen. Da entsteht auch ein Zentrum für Logistik-Dienstleistungen wie auch Glashäuser für Gemüseanbau nach ökologischen Prinzipien, wobei die in der Nähe hergestellte Wärmekraft genutzt wird. (Siehe auch Fotos auf Seite 4).

Dokumentation:
Ralf Sudrigian                  

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