Kulinarik und Ernährung im Donau-Karpaten-Raum

31. Internationale Siebenbürgische Akademiewoche fand in Lippa statt

Dienstag, 13. September 2016

Aus Deutschland, Rumänien, Ungarn und Weißrussland kamen die Teilnehmer zur Siebenbürgischen Akademiewoche nach Lippa.
Foto: Der Verfasser

Der offene Kreis „Studium Transylvanicum“ lud mit Unterstützung des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas e. V. (IKGS) an der Ludwig-Maximilians-Universität München und des Arbeitskreises für Siebenbürgische Landeskunde (AKSL) vom 31. August bis zum 6. September 2016 zur 31. Internationalen Siebenbürgischen Akademiewoche nach Lippa/Lipova ein.

Ziel dieser jährlich stattfindenden Sommerakademie ist es, so Mitveranstalterin Enikö Dacz, Studierenden und Jungakademikern, die sich mit der Region beschäftigen, die Möglichkeit zu bieten, ihre Projekte zur Diskussion zu stellen und Kontakte zu knüpfen. „Kulinarik und Ernährung im Donau-Karpaten-Raum – traditionelle und unkonventionelle Kulturrezepte“, so lautete das diesjährige Thema, dem sich die Teilnehmer, die in diesem Jahr aus Rumänien, Ungarn, Deutschland und Weißrussland kamen, widmeten.

Der Historiker Prof. Rudolf Jaworski (Konstanz) sprach über „Kulinarik als Indikator von Mischkulturen in der späten Habsburgermonarchie“, Gabor Egry (Budapest) beleuchtete die „Gastronomie, Geschichtspolitik und Mythisierung in Ungarn nach 1989“ und Klara Kuti (Tata/Ungarn) gab einen Einblick in die „kulinarische Kommunikation“ im Donau-Karpaten-Raum. Interessant war darüber hinaus auch die Vorstellung des „Kulturführers Mitteleuropa – Kulinarik und Kultur“, herausgegeben vom Wiener Institut für Donauraum und Mittel-europa, durch Wilhelm Droste (Budapest) sowie die Präsentation eines Audios über die Entstehung des „Transsilvanian Brunch“, welches für sich in Anspruch nimmt „die authentische kulinarische Kultur im südlichen Transsilvanien“ darzustellen. Eva Spanier (Erlangen) leitete einen Workshop zum Thema „Fremd- und Selbstbilddiskurse über Rumänien im Spiegel zeitgenössischer rumänischer Kochbücher“.

Zu den Höhepunkten gehörten zudem die lyrischen Darbietungen des Katzendorfer Schriftstellers Frieder Schuller sowie die Lesungen des Temeschwarer Literaturkreises „Stafette“. Als Rahmenprogramm freuten sich die Teilnehmer über eine Wanderung zur Burgruine nach Schojmosch sowie über den Besuch des Weingutes Rekasch und die Besichtigung des Geburtshauses von Adam Müller-Guttenbrunn. Abschließend führte Pfarrer Andreas Reinholz durch seine (Wallfahrts-)Kirche am Ort „Maria Radna“. Viele Beiträge der Beteiligten werden auch in der Zeitschrift „Spiegelungen“ des IKGS nachzulesen sein.

Hugo-Alexander Frohn 

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