Kultur schafft Einblicke ins Leben der Roma

Ausstellung, Diskussionsveranstaltung, Theater und Kino zum Thema Roma in Europa

Dienstag, 17. März 2015

Bukarest - Mit Kunst und Kultur lädt das Österreichische Kulturinstitut ein, einen Blick ins Leben der Roma zu werfen: Am Donnerstag den 19. März um 18 Uhr findet im ArCub Hanul Gabroveni (Lipscani Straße 84-90) die Vernissage der Ausstellung „Have a look into my life!“ statt, die zeitgenössische Roma-Kunst aus ganz Europa präsentiert. Inhaltlich geht es um die Darstellung der wichtigsten drei Werte der jeweiligen Künstler, vermittelt nur durch drei Worte in ihrer Sprache Romani – etwa Familie, Gesundheit, Lebensglück, Arbeit oder Heim. Die Ausstellung lädt dazu ein, sich ein Bild zu machen, was es heutzutage bedeutet, Roma in Europa zu sein.

Am Montag den 6. April findet um 12 Uhr am selben Ort eine Diskussionsveranstaltung des Shukar Clubs zum Thema Diskrimination unter dem Titel  „Was bedeutet es, Roma zu sein?“ statt. Es handelt sich um ein Pilotprojekt der Roma-NGO „Împreuna“ und der Regionalen Vereinigung für Debatten, Reden und Rhetorik (ARDOR) Muntenien. Der Shukar Club ist ein Diskussionforum für junge Roma mit Potenzial.

Um 18.30 Uhr am selben Tag wird im Kino Elvira Popescu (Bulevard Dacia 77) der mit dem silbernen Bären für die beste Regie des diesjährigen Berliner Filmfests preisgekrönte Film „Aferim!“ von  Radu Jude gezeigt (rumänisch mit englischen Untertiteln). Hier geht es um das Schicksal eines Roma-Sklaven, der vom Hof eines Bojaren geflüchtet ist. Die Geschichte spielt im 19. Jahrhundert in der Walachei. Anschließend ist eine Diskussion geplant.

Am Mittwoch den 8. April klingt der Veranstaltungszyklus mit dem Dokumentartheater „Del Duma, vorbe{te-le despre mine“ (Del Duma, erzähl ihnen von mir) von Mihaela Drăgan aus. Die Schauspielerin gibt zu Live-Musik vier wahre Geschichten von Roma-Frauen zum Besten. Es geht um frühe Ehe, um die Zugehörigkeit zu einer traditionellen Gesellschaft und was passiert, wenn man sich dort nicht mehr wiederfindet, aber auch um Stereotypen und den sogenannten „Exotismus“ von Roma-Frauen.
Der Eintritt in alle Veranstaltungen ist frei.

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