Kultur- und Kaffeehaus mit Panoramablick

Aus Temeswarer Wasserturm wird Mehrzweckraum

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Die Umgestaltung des Wasserturms in der Temeswarer Josefstadt steht 2017 auf der Finanzierungsliste des Kommunalrats.
Foto: Zoltán Pázmány

Der Wasserturm in der Josefstadt soll im neuen Jahr endlich zu einer touristischen Attraktion werden. Das Temeswarer Bürgermeisteramt hat jüngst entschieden: 2017 werden für die Umgestaltung des Turms rund 200.000 Euro aus dem Haushalt der Stadt bereitgestellt. Ein Kaffeehaus sowie ein Kulturzentrum sollen hier entstehen.

Der Wasserturm in der Bari]iu-Straße muss wiederbelebt werden, betonte auch der Temeswarer Vizebürgermeister Dan Diaconu: „Der Turm ist eines der schönsten Denkmäler der Stadt. 2017 wird dieser in einen Mehrzweckraum umgewandelt.“ Laut dem Plan des Bürgermeisteramts sollen bereits kurz nach Jahresanfang alle notwendigen Etappen für die Umsetzung des Projekts starten, wobei die Arbeiten am Wasserturm 2018 vollendet werden müssen.

Erbaut wurde der Turm in den Jahren 1912-1914 und beherbergte eine Wasseraufbereitungsanlage. Seit den 40er Jahren wird der Wasserturm nicht mehr benutzt und steht verlassen da. Allein für leidenschaftliche Fotografen ist der Bau noch ein Anziehungspunkt. Bereits seit mehreren Jahren ist die Umgestaltung des Turms ein Diskussionsthema in Temeswar. Die Gesellschaft für Siedlungswasserbewirtschaftung Aquatim setzte sich zusammen mit Vertretern der Fakultät für Architektur aus Temeswar zusammen und stellte das Thema der Umfunktionierung des Wasserturms zur Debatte. Dabei präsentierten Fachleute sowie angehende Architekten mehrere Projekte. Die meisten hatten sich schon damals vorgestellt, den Turm zu einem Kaffeehaus oder Restaurant sowie ein Wasser- und Technikmuseum umbauen zu lassen (die ADZ/BZ berichteten). Nun wurde entschieden: Ein Kulturzentrum und ein Café mit einem wunderbaren Panoramablick über Temeswar sollen hier entstehen.

In Temeswar gibt es zwei Wassertürme, einen in der Josefstadt und einen in der Nähe des ehemaligen Heuplatzes (heute: Badea Cârţan). Letzterer befindet sich in Privatbesitz.

 

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