Kulturerbe der Banater Schwaben

Schulbibliothek Nitzkydorf erhielt den Namen Balthasar Waitz

Samstag, 21. Mai 2016

Temeswar (ADZ) - Im Rahmen des kürzlich in der Temescher Gemeinde Nitzkydorf veranstalteten Symposiums „Das Kulturelle Erbe der Banater Schwaben“ erhielt die Bibliothek der lokalen Gymnasialschule den Namen des aus Nitzkydorf stammenden Banater Autors und ADZ/BZ-Redakteurs Balthasar Waitz. Dieses erstmals zum Thema Kulturerbe der Banater Schwaben veranstaltete Landessymposium wurde in den Räumen der Schule, bekanntlich auch Erstschule der Nobelpreisträgerin Herta Müller, vom Zentrum für Studien des Patrimoniums und der kulturellen Anthropologie Temeswar, der HOG Nitzkydorf, der Gemeindeschule und dem Schulmuseum organisiert. Mit Beiträgen zu dem vielfältigen Thema des banatschwäbischen Kulturerbes beteiligten sich Historiker, Schriftsteller, Publizisten, Forscher, Grundschul- und Lyzeallehrer aus Temeswar, Busiasch, Bakowa und Nitzkydorf sowie Hochschullehrer und Forscher von der Temeswarer West-Uni. Zugegen waren zahlreiche Gäste aus der Umgebung, dem Banat und aus Deutschland, als Ehrengäste Siegfried Geilhausen, deutscher Vizekonsul in Temeswar, Christine Neu, stellvertretende Vorsitzende der Landsmannschaft der Banater Schwaben aus Deutschland, Hella Gerber, Vorsitzende der HOG Nitzkydorf, der bekannte Banater Publizist Luzian Geier vom Bukowina-Institut.

Der aus Nitzkydorf gebürtige Autor Balthasar Waitz (geb. 1950 in der Heckegemeinde), auch als Publizist bei der NBZ, der Zeitschrift Neue Literatur und der ADZ tätig, der als Schriftsteller jahrelang der Aktionsgruppe Banat nahestand, hat hier seine erste Schulbildung erhalten. Der Banater Autor, derzeit Mitglied des rumänischen Schriftstellerverbandes, des deutschen Literaturkreises „Stafette“ Temeswar, des Exil-Pen hat Prosa und Lyrik vornehmlich zur Problematik der Banater Dorfwelt und des banatschwäbischen Dorfes verfasst. Für seinen Prosaband „Krähensommer und andere Geschichten aus dem Hinterland“ erhielt er vom rumänischen Schriftstellerverband 2011 den Nikolaus Berwanger-Preis. 2015 wurde sein Lyrikband „mit schwalben am hut“ mit dem Jurypreis der Temeswarer Filiale des rumänischen Schriftstellerverbandes ausgezeichnet.

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