Kulturminister Daniel Barbu von seinem Amt zurückgetreten

Er zog die Konsequenzen nach HIV/AIDS-Fauxpas

Freitag, 13. Dezember 2013

Bukarest (ADZ) – Nach dem Eklat um seine schockierende Aussage über HIV-Infizierte, denen seiner Meinung nach zu viel Haushaltsgelder zur Verfügung stehen, ist Kulturminister Daniel Barbu (PNL) am Donnerstag zurückgetreten. Tags davor hatte sein Parteichef Crin Antonescu ihm den Schritt nahegelegt.

Barbu war am Wochenende nach einem Kulturevent in Craiova einen Dialog mit dem Publikum eingegangen und hatte sich dabei zu einem taktlos-zynischen Vergleich zwischen dem Etat des Programms zur AIDS-Bekämpfung und Behandlung HIV-infizierter Patienten und seines eigenen Ressorts hinreißen lassen: Für dessen Kulturprojekte würden 2014 gerade mal die Hälfte der Mittel zur Verfügung stehen, die das nationale HIV/AIDS-Programm erhalte, obgleich Rumänien „weder Südafrika“ sei, noch „Millionen“ HIV-Infizierte oder AIDS-Kranke habe. Beim Gedanken, wie viele Shakespeare-Festivals aus diesen Mitteln finanziert werden könnten, sei er ganz „erschüttert“ gewesen, so Barbu.

Premier Victor Ponta bestätigte Donnerstag Mittag Barbus Abgang und verlautete, dass dessen Nachfolger in Absprache mit dem liberalen Koalitionspartner festgelegt wird. In den Karten als neuer Ressortchef stehen laut Presse der Abgeordnete und Historiker Vlad Nistor sowie der Vorsitzende des Kulturausschusses der Abgeordnetenkammer, Gigel Ştirbu (beide PNL).

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