Kulturminister musste wegen Opernskandal gehen

Protestkundgebung zu Alexandrescus Unterstützung

Freitag, 29. April 2016

Rund 150 Anhänger des zurückgetretenen Kulturministers protestierten Mittwochabend vor dem Regierungsgebäude und forderten, dass Vlad Alexandrescu im Amt bleibt. Premierminister Dacian Cioloş begab sich unter die Protestierenden und versprach, dass die im Kulturbereich begonnenen Reformen fortgesetzt werden.
Foto: Agerpres

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Infolge des Skandals bei der Bukares-ter Oper, der seit drei Wochen anhält, und auf Drängen des Premiers Dacian Cioloş hat Kulturminister Vlad Alexandrescu Mittwoch Nachmittag seine Demission eingereicht. Er schreibt dazu auf Facebook, dass er in den Kulturinstitutionen eine Strukturreform versucht habe, auch den Aufbau einer neuen Beziehung zwischen dem öffentlichen und dem unabhängigen Sektor, er sei jedoch auf unnachgiebigen Widerstand gestoßen. Aus diesem Grund lege er sein Amt nieder. In der Angelegenheit äußerte Präsident Klaus Johannis in Cotroceni, dass die Unentschiedenheit des Ministers im Konflikt bei der Oper die Lage kompliziert hätte: „Es gibt nur noch wenige vorstellbare Fehler, die man bei der Oper nicht gemacht hat“, sagte er. Das Ganze sei ein Gegenbeispiel dafür, wie ein Minister eingreifen müsse. Gleichzeitig hat es Mittwoch Nachmittag und am Abend auch eine Gegenbewegung gegeben: Während einige Kulturschaffende, wie der Direktor des Bukarester Nationaltheaters, Ion Caramitru, die Absetzung von Vlad Alexandrescu begrüßten, haben sich andere für seine Verteidigung stark gemacht, etwa der Schriftsteller Mircea Cărtărescu und der Politologe Vladimir Tismăneanu. Etwa 150 Personen, die sich vor dem Victoria-Palast versammelt hatten, forderten Premier Dacian Cioloş auf, die Sache noch einmal zu überdenken.

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