Kunst und Ingenieurwesen

Malereien, Plastiken, Fotografien und Installationen in der „Helios“-Galerie

Montag, 26. Januar 2015

Bis zum 4. Februar kann die Ausstellung in der „Helios“-Galerie besucht werden.
Foto: Zoltán Pázmány

Temeswar – Ingenieure, die die Technik zugunsten der Kunst verlassen haben, sowie Künstler, die in ihren Werken mit der Technik spielen, stellen dieser Tage in der Temeswarer Helios-Galerie aus. Bei der Vernissage am Donnerstag war der Saal überfüllt. Überraschend viele etablierte Künstler Temeswars haben einen technischen Abschluss. „Man müsste eine zweite und eine dritte Auflage organisieren“, so Prof. Dr. Ivan Bogdanov, der Prorektor der Universität „Politehnica“ Temeswar und Vorsitzende der gleichnamigen Stiftung, die sich zum Ziel die Aufwertung und Aufbewahrung des Labels „Politehnica“ gesetzt hat. „Politehnica“ ist das Wahrzeichen, die größte Firma aus dem Banat“, so Bogdanov. Aus der Sicht von Ioan Szekernyés, dem Vorsitzenden des Verbandes der bildenden Künstler aus Temeswar/Timişoara, „schaffen viele der Ausstellenden eine Symbiose zwischen Technik und Kunst, andere haben die Technik losgelassen, um sich zum Beispiel der Landschaft zuzuwenden, das Naturerlebnis ist dann in ihr Kunstwerk eingegangen“.

Die Ausstellung ist eklektisch zusammengestellt. So stellt Ildiko Micota Marosan ein Landschaftsbild, „Abstecher im Westgebirge“; aus, die Landschaft wird mit dem Pinsel überflogen. Auf Farbflecken und Impressionen setzt Lucia Stoica Kolla in ihrem Gemälde „Himmel und Erde“. Sergio Morariu setzt in seinen Fotografien auf den Überraschungseffekt, etwa in den Fotos „Akt in einer versteinerten Landschaft“ und „Vielseitig entwickelter Hirte neuen Typs“ oder auf das Idyllische in der Natur: „Der Sonnenuntergang des Banater Berglands“. Andere Künstler befassen sich mit der Form, so etwa der Bildhauer Constantin Grangure, oder mit Symmetrien wie der Maler Victor Acatrinei. „Duplizität“ ist eine Installation von Adriana Ilin Tomici betitelt, die eine Frau auf einen überdimensionalen, roten Mund, ein Wasserabflussrohr und ein Paar roter Schuhe, alles an einem Stuhl gehängt, reduziert. Marius Mateas hingegen porträtiert seine Tochter in rumänischer Tracht. Die Ausstellung wurde vom Maler und Kritiker Ciprian Radovan vorgestellt, der zugleich auch Chemiker ist: „In dieser Ausstellung sind keine technischen, sondern Kunstprodukte zusammengetragen“. Die Ausstellung geht auf eine Idee von Ildikó Micota Marosan und Marius Mateas zurück.

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