Kunsthaus 7 B in Michelsberg eröffnet

Eindrucksvolle Ausstellung mit Werken Victor Vasarelys

Samstag, 17. Juni 2017

Thomas Emmerling, Initiator des Kunsthauses 7 B, betont bei der Eröffnung der Ausstellung, dass Viktor Vasarely mit nur drei Figuren, dem Dreieck, dem Kreis und dem Quadrat Millionen Möglichkeiten eröffnet.
Foto: Eveline Cioflec

Hermannstadt – Das Kunsthaus 7 B wurde am vergangenen Sonntag in der ehemaligen evangelischen Schule in Michelsberg mit einer Ausstellung von Werken Victor Vasarelys feierlich eröffnet. Der Kontrast von der zur städtischen Kunst gehörenden Op-Art (optische Kunst) zur ländlich-malerischen Michelsberger Landschaft lässt beides ausgeprägter hervortreten und ist für Besucher eine einzigartige ästhetische Erfahrung. Wie Thomas Emmerling, Kunstsammler und Initiator des Kunsthauses 7B erläuterte, steht „7 B“ für Siebenbürgen und zugleich im Zeichen minimalistischer moderner Kunst. Die in den drei Ausstellungsräumen des Kunsthauses ausgestellten 54 Grafiken des französischen Malers ungarischer Abstammung wurden vom Janus Pannonius Museum in Pécs zur Verfügung gestellt. Sie entsprechen seinen drei Schaffensperioden, von den schwarz-weiß Grafiken, zu denen auch die Berühmten „Zebras“ gehören, über die verspielten, fröhlich-farbigen Grafiken bis hin zu den bunten, dreidimensionalen Einblicken in ein strukturiertes Universum von Form und Farbe.

Victor Vasarely bringt in seinen Werken Bauhaus-Elemente und bunte Kinetik zusammen, eine Kombination, die letztlich zu seinen Werken einer „bunten Stadt“ führen. Nur drei Grundfiguren, das Dreieck, der Kreis und das Quadrat, ergeben „Millionen Möglichkeiten“ wie Thomas Emmerling betonte, damit gelingt es Vasarely, eine einprägsame und neuartige Sicht der Welt zu entwerfen. Für die Ausstellung in Michelsberg wurden die Werke von Kunsthistoriker Jozsef Sárkány, Kurator der Ausstellung, in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Oana Ionel ausgewählt, so dass ein Einblick in alle Schaffensperioden des Künstlers ermöglicht werden soll. Obzwar meist in den Großstädten der Welt, wie Istanbul, Budapest, Paris, ausgestellt, entspricht es Viktor Vasarelys Wunsch, auch an kleineren Orten Menschen zu erreichen, wie Pierre Vasarely, der Neffe des Künstlers und Vorsitzender der Stiftung Vasarely in Aix-en-Provence mit Nachdruck hervorhob, „er strebte danach, seine Kunst mit allen Menschen zu teilen“. Am 11. August wird die Vasarely-Ausstellung in Michelsberg mit kleinen, künstlerisch tätigen Robotern des Wiener Künstlers Nikki Passath belebt. Für 2018 ist eine Ausstellung des österreichischen Malers Ernst Fuchs vorgesehen. 2019 sollen Werke Hundertwassers ausgestellt werden.

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