Kunstlyzeum wird verkauft

Temeswar: Besitzer fordert fünf Millionen Euro

Freitag, 04. November 2016

Temeswar - Die schon vor Jahren angekündigten ehrgeizigen Pläne der Temeswarer Stadtverwaltung betreffend die Umgestaltung der zentral gelegenen Zone um das ehemalige Kunstlyzeum scheinen wahrlich nur Wunschpläne zu bleiben: Der Eigentümer des seit längerem leerstehenden Kunstlyzeums, die jüdische Gemeinschaft bzw. die „Caritatea“-Stiftung, hat der Stadt vor Kurzem einen Teil des Gebäudekomplexes und des Geländes zum Ankauf angeboten. Der Kaufpreis: sage und schreibe fünf Millionen Euro. Der Stadtrat, der darüber zu entscheiden hat, debattierte in seiner letzten Sitzung darüber und entschied, wie erwartet, dass der Kaufpreis viel zu hoch wäre, dass die Kommunalverwaltung es sich nicht erlauben könnte, eine so beträchtliche Summe aus dem Stadthaushalt für den Ankauf eines Altbaus, sei es auch für dieses traditionsreiche Gebäude in der Stadtmitte samt seinem wertvollen Gelände, bereitzustellen.

Dazu auch der nüchterne Kommentar von Bürgermeister Nicolae Robu: „Die unentgeltliche Übernahme des Gebäudes wäre wegen dem wertvollen Gelände schon interessant und vorteilhaft für die Stadt, doch keineswegs zu dem hohen Preis von fünf Millionen Euro.“ Bekanntlich grenzt das Kunstlyzeum mit seinem Gelände von 8000 Quadratmetern direkt an das Temeswarer Rathaus. Schon 2014 genehmigte der Stadtrat den geplanten Abriss des Kunstlyzeums. Teil dieses Stadtplans zur Modernisierung und Umgestaltung dieser Zone war auch der Abriss des anschließenden ehemaligen Gebäudes des Temescher Kreisschulinspektorats (das Schulinspektorat ist unterdessen in das Landwirtschaftslyzeum an der Arader Straße umgezogen) und letztlich die Erweiterung und Modernisierung der Straße des 20.Dezembers 1989. Die Caritatea-Stiftung hatte in den Gesprächen mit Vertretern der Stadt vor Jahren gar versprochen, in diesem Fall 400 Quadratmeter Fläche unentgeltlich der Stadtverwaltung zu überlassen. Auch über den ehrgeizigen Plan, auf diesem Gelände ein Luxushotel oder einen modernen Hochbau für Büroräume zu errichten, wurde zeitweilig gesprochen.

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