Landesweite Straßenproteste gegen umstrittenes Goldprojekt Roşia Montană

Bukarester Demonstranten forderten Rücktritt der Regierung

Montag, 02. September 2013

Zu teils erheblichen Straßenprotesten gegen das von der Exekutive jüngst abgesegnete Goldförderprojekt Roşia Montană kam es am Sonntag in zahlreichen Städten des Landes. In Bukarest protestierten mehrere Tausend Menschen stundenlang vor dem Regierungssitz, der Verkehr im Hauptstadtzentrum kam zeitweilig zum Erliegen.
Fotos: Christian Binder

Bukarest (ADZ) - Erstmals seit ihrer Machtübernahme im letzten Frühjahr sieht sich die linksliberale Koalition mit Straßenprotesten konfrontiert: Landesweit gingen am Sonntag Abertausende Bürger auf die Straße, um gegen das umstrittene Goldprojekt Ro{ia Montană zu protestieren, dem die Regierung letzte Woche grünes Licht erteilt hatte.

In Bukarest forderten am Abend vor dem Regierungssitz mehr als 3000 Bürger das sofortige Aus des Goldförderprojekts sowie den Rücktritt der Exekutive. Die Protestler riefen „Lügner“ und „die Revolution beginnt in Roşia Montană“, kurzfristig kam es zu Rangeleien mit den Ordnungshütern, als einige Demonstranten den Regierungssitz stürmen wollten. Der Verkehr im Stadtzentrum kam zeitweilig zum Erliegen.

Auch in Klausenburg/Cluj, Temeswar/Timişoara, Jassy/Iaşi, Kronstadt/Braşov, Neumarkt/Târgu Mureş, Bârlad und Alba Iulia demonstrierten Tausende gegen die laut Regierungsplänen „spätestens Ende November 2016“ einzusetzende Goldförderung per Zyanid-Auslaugung. Allein in Klausenburg gingen laut Presseschätzungen mehr als 5000 Menschen auf die Straße, während die Bârlader Einwohner auch ihrer Empörung über die genehmigte Schiefergas-Exploration vor Ort Luft machten. Auch in Wien, Budapest, Prag und Brüssel protestierten Umweltschützer gegen den Start des Goldförderprojekts in Siebenbürgen.

Ob die Proteste zu einer Dauer-Demo ausarten könnten, bleibt abzuwarten. Laut jüngster Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Sociopol sprechen sich derzeit nämlich 68 Prozent der Rumänen für die Goldförderung in Roşia Montană aus – mit anderen Worten immerhin zwei von drei Rumänen.
Premier Victor Ponta sieht in Bezug auf das kontrovers aufgenommene Projekt hauptsächlich das Parlament in der Verantwortung. Während eines Treffens der PSD-Fraktionen erläuterte der Partei- und Regierungschef am Samstag, dass in dieser Angelegenheit jeder Volksvertreter „nur seinem Gewissen und seinen Wählern gegenüber verpflichtet“ sei – seitens der Fraktionschefs werde es hierzu keine Vorgaben geben. Als Abgeordneter werde er selbst gegen den Verordnungsentwurf seines Kabinetts stimmen, fügte Ponta hinzu.

Kommentare zu diesem Artikel

Ottmar, 03.09 2013, 21:42
Zum Goldprojekt. Die Proteste werden auch in der seriösen Schweizer Presse wie NZZ erwähnt
Ottmar, 03.09 2013, 21:00
Liebster Norbert, du zitierst doch so gerne das Wikipedia. In der Bevölkerungsstatistik des Wikipedia
Das die Bevölkerungsdaten des Jahres 2011 für Rumänien enthält ist von folgendem Bevölkerungsanteil in Rumänien auszugehen.88,9 % sind Rumänen 6,5 % sind Ungarn und 3,3 % sind Roma. So lieber Norbert nehmen wir an es lebten 2011 noch 19 Millionen Menschen in Rumänien, dann sind das in zahlen 16 891 000 Rumänen 1 235 000 Ungarn und 627000 Roma.Wo sind da deine 5 Millionen Roma oder 2 Millionen Ungarn. Nach deiner Meinung vermehren sich die Zigeuner ja wie Karnickel aber auch des geht nur in der Tierwelt so schnell nichtaber in der Menschheit. Eine Zigeunerfrauoder auch normal Frau bekommt durchschnittlich pro Jahre ein Kinder, auch wenn es manchmal Zwillinge Drillinge Vierlinge… gibt.. Nimmt man an seit 2011 haben200 000 Zigeunerfrauen 2 Kinder bekommen „was sicher sehrsehr unwahrscheinlich ist aber nehmen wir diese grösste mathematische Variable einmal an“ dann sind das in 2 Jahren weitere 200 000 Kinder also hätten wir jetzt im Jahr 2013 827 000 Roma in weiteren 8 Jahren also im Jahr 2021 kommen noch einmal 800 000 Romakinder hinzu was dann aber erst 1 627 ooo Roma ergibt. Wo bleiben jetzt deine 5 Millionen jetzt oder 2020 wie du immer betonst. Rechnen Dreisatz, Prozentrechnen wäre wirklich vorteilhaft lieber Norbert.
Manfred, 03.09 2013, 19:23
Norbert!Für Dich als bekannten Dummschwätzer habe ich keine Antwort übrig!
Norbert, 03.09 2013, 17:32
Herr Manfred von welchem Volk sprechen sie in Rumänien.Da müssen sie deutlicher werden. Meinen sie die Rumänen in Rumänien,die zu 80 Prozent nichts von staatlichen Institutionen halten. Sie meinen doch nicht die mittlerweile schon 5 millionen Romas.Die warten ab bis sie bald die Mehrheit haben. Sie meinen doch nicht die 2 Millionen Ungarn die in ihrer Heimat leben und von rumänen schlecht regiert werden. Sie meinen doch nicht die wenigen Siebenbürger Sachsen die da noch leben. Oder meinen sie die 5 alten romanisierten heimatlosen Herren in diesen Forum.Werde sie mal wie ein deutscher genau.Wen meinen sie.
Manfred, 03.09 2013, 14:15
Lest mal den Bericht vom Samstag bei LOKALES zum selben Thema!Soviel zum Thema Ehrlichkeit bei der USL!Die Geld(Gold)gier ist größer als der Schutz von Mensch und Natur-vollkommen verantwortungslos!
Christian, 03.09 2013, 02:05
Definitiv keine Partei dahinter! :-)
Manfred, 02.09 2013, 21:46
Es wird Zeit,das das Volk sich nicht mehr alles gefallen läßt!Hoffentlich sind diese Proteste nicht auf Initiative einer Partei entstanden,welche die Demonstranten entlohnt.

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*