Langjährigste wissenschaftliche Veranstaltung

Kronstädter 16. internationale Germanistiktagung stand unter dem Zeichen des Neuen

Donnerstag, 11. April 2013

Dr. Carmen Elisabeth Puchianu stellte den neuesten Band der „Kronstädter Germanistischen Beiträge“ vor. Foto: Dieter Drotleff

Das Thema der 16. internationalen Germanistiktagung – Kronstadt, 4. bis 6. April – war heuer „Authentizität, Varietät oder Verballhornung. Germanistische Streifzüge durch Literatur, Kultur und Sprache im globalisierten Raum“ und hat rund 40 Germanisten und Gemanistinnen aus den wichtigsten Hochschulzentren des Landes wie aus dem Ausland angezogen.

Die vorgelegten Referate waren besonders interessant, stellten Vergleiche an und wurden zum Teil von den Autoren auch reich illustriert. Dr. Carmen Elisabeth Puchianu, Initiatorin und Herz dieser niveauvollen Veranstaltung, begrüßte nach der musikalischen Einleitung von Elena Cristian (Violine), Mitglied der Kronstädter Philharmonie, die angereisten Referenten und den Dekan der Philologischen Fakultät der Transilvania-Universität, Adrian Lăcătuşu. Dieser betonte, die Fakultät sei sehr stolz auf die Tagung, die deren langjährigste wissenschaftliche Veranstaltung ist und namhafte Referenten in der Germanistikforschung aus dem ganzen Land und dem Ausland immer wieder zusammenführt. In diesem Kontext wünschte er den Teilnehmern viel Erfolg und einen schönen Aufenthalt in der Stadt unter der Zinne.

Die diesjährige Tagung stand auch unter dem Zeichen des Neuen, was Dr. Carmen Elisabeth Puchianu betonte. Erstens fand die Eröffnung an einem neuen Standort statt, u.zw. in der OKIAN-Buchhandlung in der Klostergasse, die sich als sehr guter Gastgeber erwies und durch ihr Ambiente den entsprechenden Rahmen bot. Die Nachmittagsveranstaltungen fanden wie üblich in dem Gästehaus „Casa Speranţei“ in der Moldovei-Straße statt.

Ein weiteres Novum war zu verzeichnen: dass der erste Band der neuen Folge „Kronstädter Beiträge zur Germanistik“ nicht mehr wie bisher im aldus Verlag herausgebracht wurde, sondern im Karl Stutz Verlag Passau. Heft 1 erschien unter dem Titel „Vernetzte Welt(en). Germanistik zwischen -taten und -ismen“. Als Herausgeber des 210 Seiten starken Bandes zeichnet Carmen Elisabeth Puchianu.

Auch der zweite Band befindet sich bei gleichem Verlag in Arbeit und ist dem 60. Geburtstag einer der namhaften Germanistinnen des Landes, Dr. Mariana Lăzărescu,  gewidmet. Allerdings konnte nur der Umschlag vorgestellt werden, nach der Drucklegung wird er den Teilnehmern zugeschickt. Da für die Herausgabe wissenschaftlicher Bände die Genehmigung der diesbezüglichen Akkreditierung sehr schwierig geworden ist, wurde diese Lösung gefunden, die Forschungshefte im Passauer Verlag herauszubringen, der großes Entgegenkommen und auch Kompetenz für derartige Arbeiten zeigt.

Ebenfalls als Novum konnte das wachsende Interesse und die Teilnahme junger Germanisten verzeichnet werden. Als Organisatoren können somit die Germanistikabteilung  des Departements für Literatur und Kulturwissenschaft der Philologischen Fakultät der Transilvania-Universität und die Gesellschaft der Germanisten Rumäniens mit dem Ergebnis der 16. Tagung voll zufrieden sein.

Die ausländischen Referenten kamen aus Athen (Stefan Lindinger) und aus Passau (Dieter Müller, der sich schon zum dritten Mal an der Tagung beteiligt, und Jan Oliver Decker). Sie hielten die einleitenden Referate und fanden damit großen Anklang. Die inländischen Referenten, die von den Germanistiklehrstühlen aus Bukarest, Hermannstadt, Jassy, Suceava und Temeswar angereist waren, und natürlich die Beiträge der Kronstädter Gastgeber bauten auf eine intensive Forschungsarbeit bezogen auf Kultur-, Literatur-, Sprach- und Übersetzungswissenschaft  sowie der Didaktik des Deutsch-als-Fremdsprache-Unterrichts.

Die Teilnehmer nahmen auch am Auftritt des Kronstädter Ensembles „Duo Bastet“ (Carmen E. Puchianu und Robert Elekes) mit der Adaption „Tägliche Tage“ nach Samuel Beckett im Memorandului-Studentenkomplex teil und erfreuten sich der Gastfreundschaft der Pension Luiza in der Langgasse.

Aufrichtigen Dank sprach Dr. Carmen Elisabeth Puchianu bei der festlichen Eröffnung den Förderern der Tagung aus: dem Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt, der Donauschwäbischen Kulturstiftung des Landes Baden Württemberg, der Auslandsgesellschaft Nordrhein Westfalen mit dem Sitz in Dortmund, dem ehemaligen Honterusschüler Codruţ Vlăsceanu,  der Saxonia-Stiftung, sowie als Partner dem Team der OKIAN-Buchhandlung, dem Kulturhaus der Studenten, der Pension Luiza, dem Gästehaus „Casa Speranţei“.

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