Langsame Einzelgänger

Donnerstag, 17. Januar 2013

Wasserschildkröten benötigen auch einen trockenen Platz in ihrem Aquarium.

Sie sind klein, braun und eigentlich Einzelgänger: Schildkröten gelten heutzutage weltweit als beliebte Hautiere. Seit mehr als 220 Millionen Jahren gibt es die Panzer-Reptilien, die - mit Ausnahme der Polargebiete - auf allen Kontinenten anzutreffen sind. Tierliebhaber, die sich eine Schildkröte anschaffen wollen, müssen sich zunächst zwischen einer Land- und einer Wasserschildkröte entscheiden. Beide sind nicht ganz anspruchslos, deswegen sollte man sich vorher gut darüber informieren, wie jede Schildkrötenart gehalten und gepflegt werden muss.

Landschildkröten sind Pflanzenfresser, während Wasserschildkröten, mit wenigen Ausnahmen, Fleischfresser sind. Entscheidet man sich für eine Landschildkröte, so sollte man sich ein Terrarium anschaffen, das mindestens zehn Mal so lang ist wie die Schildkröte selbst und halb so breit wie lang. Für den Boden braucht man mindestens 10-15 Zentimeter Terrariensubstrat – das ist gewöhnliche Gartenerde. Das Substrat muss immer leicht feucht gehalten werden. Das Tier benötigt auch Versteckmöglichkeiten in Form von Steinhöhlen, Wurzeln oder ausgestochenen Grasnaben. Dazu benötigt man eine Wärmelampe. Im Frühsommer sollte die Schildkröte in einem Freigehege im Garten gehalten werden. Eins sollten Schildkrötenbesitzer beachten: Landschildkröten sind wechselwarme Tiere und können sich nur durch äußere Einflüsse erwärmen und abkühlen.

Wasserschildkröten benötigen ein Aquaterrarium (Paludarium), das nicht nur mit Wasser gefüllt ist, sondern auch Landplätze beinhaltet. Schildkröten benötigen eine gehobene Wassertemperatur (zirka 28 Grad Celsius) und gewöhnlich einen sonnigen bzw. beleuchteten Landteil, wo sie sich erwärmen können. Der Landteil im Aquarium sollte über einen nicht-rutschigen Steg erreichbar sein.

Die meisten Schildkröten halten eine Winterstarre (Hibernation), sollten sie jedoch aus tropischen Gebieten stammen, benötigen sie diese nicht. Während der Hibernation sollte man sie an einem kälteren Ort halten (zwischen 4 und 15 Grad Celsius). Die Tiere benötigen diese Winterruhe, um neue Kraft zu schöpfen, um widerstandsfähiger und agiler zu sein. Die Winterstarre beginnt im November/Dezember und dauert etwa zwei-drei Monate bei Jungtieren und vier bis fünf Monate bei ausgewachsenen Schildkröten. Viele Schildkrötenhalter halten die Überwinterung im Kühlschrank als die sicherste und einfachste Methode.

Eins sollten sich Tierliebhaber ebenfalls merken: Eine Schildkröte ist kein Haustier, das man streicheln und mit dem man spielen kann. Schildkröten sind Tiere, die man nur beobachten darf.ras

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