Laudatio des DFDB, anlässlich der Verleihung der Ehrennadel in Gold des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien an Herrn Helmut Weinschrott

Donnerstag, 06. Dezember 2018

Dr. Paul-Jürgen Porr, Vorsitzender des DFDR, verleiht Helmut Weinschrott die hohe Auszeichnung. Foto: Zoltán Pázmány

Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Gäste,

durch die Verleihung der „Ehrennadel in Gold des DFDR“ würdigen wir heute eine Persönlichkeit, die sich durch ihr tatkräftiges, soziales Engagement in herausragender Weise verdient gemacht hat.

Helmut Weinschrott wurde am 29. Juli 1949 in Cistacova in der Ukraine geboren, wo seine Eltern als Deutsche zur Zwangsarbeit deportiert wurden. Als 3 Monate altes Kind kam er mit seinen Eltern in sein Heimatdorf Bakowa, wo er die deutsche Grundschule besuchte. In der benachbarten Kleinstadt Busiasch hat er das Gymnasium mit Abitur erfolgreich abgeschlossen und war nach seiner Ausbildung im Bereich Weinbau in der Staatsfarm Busiasch als Farmleiter und Kellermeister tätig.

Nach der politischen Wende 1989 wurde auch Helmut Weinschrott vor die entscheidende Frage „Gehen oder bleiben?“ gestellt. Und er ist geblieben!

Mit großem Einsatz begannen bereits 1990 beherzte Männer, darunter Helmut Weinschrott zusammen mit Karl Singer, Vorsitzender des neu gegründeten Demokratischen Forums der Deutschen im Banat und mit Helmut Schneider, Leiter des Hilfswerkes der Banater Schwaben, mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums des Innern und der Arbeitsgemeinschaft „Berchtesgaden hilft Rumänien“, den Grundstein für die Errichtung von Sozialstationen im Banat zu legen.

Im September 1991 konnte das erste deutsche Altenheim aus ganz Südosteuropa in der Gemeinde Bakowa seiner Bestimmung übergeben werden. Mit 17 Heimplätzen und 80 Essen auf Rädern war der Anfang getan; die Leitung hatte Helmut Weinschrott inne, der vorbildliche Arbeit leistete.

Es folgte bereits im Juli 1992 das Altenheim in der Gemeinde Sanktanna mit 40 Heimplätzen und mit einer für 100 Personen ausgestatteten Küche. Zwischen 1992-1994 wurde das Altenheim in Temeswar errichtet. Neben den 80 Heimbewohnern werden noch 70 Personen täglich im Haus verköstigt, und 100 Personen bekommen das Essen nach Hause. Im Dezember 1994 wurde auch in den Großgemeinden der Banater Heide, Billed und Großsanktnikolaus, je eine Sozialstation eingerichtet mit der Möglichkeit jeweils 25 Personen zu betreuen und ihnen ein warmes Mittagessen zu sichern. Als Leiter der Adam-Müller-Guttenbrunn-Stiftung trägt Helmut Weinschrott unermüdlich dazu bei, diese Sozialeinrichtungen mit Erfolg zu verwalten. Das Adam-Müller-Guttenbrunn-Haus war aber auch von Anfang an als Begegnungsstätte der Banater deutschen Gemeinschaft vorgesehen, es ist nicht nur ein Zentrum für soziale Fürsorge, sondern auch ein Zentrum der Politik, der fördernden Wirtschaftsentwicklung, der Kulturbildung und der Jugendbewegung der deutschen Minderheit im Banat.

Helmut Weinschrott hat sich vorbildlich für die deutsche Gemeinschaft eingesetzt – er ist Vorsitzender der Ortsforums Bakowa, Mitglied des Exekutivrates des Demokratischen Forums der Deutschen im Banat, war langjähriges Mitglied des Vorstandes des Landesforums sowie des Aufsichtsrates des BVIK „Banatia“. Helmut Weinschrott war und ist ein vorbildlicher Mitstreiter für den Erhalt der deutschen Gemeinschaft.

In Würdigung und Anerkennung seiner Leistungen erhielt Helmut Weinschrott 2009 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und 2014 die Ehrennadel in Gold des Demokratischen Forums der Deutschen im Banat.

 Lieber Herr Weinschrott, als Zeichen der Anerkennung und Würdigung Ihrer Arbeit im Dienste unserer Gemeinschaft hat der Landesvorstand einstimmig beschlossen, Ihnen die Ehrennadel in Gold des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien zu verleihen. Dazu möchten wir Ihnen recht herzlich gratulieren und Ihnen und Ihrer Frau, die sie all diesen Jahren tatkräftigt unterstützt hat und auf vieles Rücksicht nehmen musste, für die Zukunft viel Gesundheit und alles erdenklich Gute wünschen.

Kommentare zu diesem Artikel

Johann, 07.12 2018, 23:25
Ehre wem Ehre gebührt! Die Arbeit dieses Mannes im Dienste der vielen alten Menschen, was er macht und vor allem, wie er es macht, ist nicht aufzuwiegen mit hunderten von Verdienstkreuzen und Ehrennadeln!
Gott gebe ihm Gesundheit und Zufriedenheit!

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