Laufendes Abkommen mit IWF „noch nicht gescheitert”

Defizitziele und etliche Auflagen verfehlt

Donnerstag, 31. Januar 2013

Bukarest (ADZ) - Rumäniens laufendes Kreditabkommen der vorbeugenden Art mit dem IWF, der EU und Weltbank könne zurzeit „noch“ nicht als gescheitert bezeichnet werden, er wolle deshalb das Ansuchen der Regierung um eine dreimonatige Verlängerung vor dem IWF-Direktorenrat unterstützen, teilte IWF-Chefunterhändler Erik de Vrijer am Dienstag mit.

Würden die Auflagen allerdings bis Ende Juni nicht erfüllt, so werde es zu keiner neuen Vereinbarung zwischen Rumänien und den internationalen Geldgebern kommen, hob de Vrijer zum Abschluss der jüngsten Evaluierungsmission hervor.

Deren Bilanz bezeichnete der Niederländer als „durchwachsen“– einerseits seien weitere Erfolge bezüglich der makroökonomischen und Finanzstabilität verzeichnet worden, andererseits wurde das Hauptziel über mehr Wirtschaftswachstum verfehlt. Rumäniens Wachstum habe 2012 „gegen Null tendiert“, während es 2011 noch 2,2 Prozent betragen habe, sagte de Vrijer auf einer Pressekonferenz. „Wenn Sie Wachstum haben wollen, müssen Sie Strukturreformen durchziehen – ohne sie geht es nicht“, so der IWF-Chefunterhändler, allerdings einräumend, dass ihre Umsetzung zweifelsfrei „beschwerlich“ sei.

Die Expertenmission gab weiters bekannt, dass Rumänien auch versäumt hat, die Altlasten des Staates gegenüber der Realwirtschaft abzubauen.

Kommentare zu diesem Artikel

sraffa, 31.01 2013, 15:32
Dieser Herr de Vrijer hat die Versäumnisse der letzten Jahrzehnte klar benannt und auch die Schwierigkeit der Umsatzung realer Reformen; hierzu benötigt es aber Politiker die mehr sind als nur Windeier. Ponta hat noch die Chance zu beweisen daß er mehr Willen und Mut hat als seine Vorgänger.
Herbert, 31.01 2013, 14:52
Helmut - abwarten, Ponta wird die selben Fehler (wenn nicht noch größere) machen. Das ist leider das größte Problem in Rumänien, dass KEIN Politiker (ohne Rücksicht auf ihre Parteizugehörigkeit) wirklich den Wunsch hat irgend etwas zum Vorteil des Landes zu ändern! Die sind doch nur an den eigen Vorteil interessiert.
Helmut, 31.01 2013, 14:01
Jetzt zeigt es sich ,welche großen wirtschaftlichen Fehler die regierenden Kräfte in den letzten Jahren gemacht haben.Neben einer raschen Umstruktuierung der Wirtschaft,muß unbedingt die Massenkaufkraft gestärkt.Nur diese garantiert auch sicheres Wirtschaftswachstum.Die Regierung Ponta ist nicht zu beneiden,es wird sehr schwer werden, in so kurzer Zeit, das notwendige Ergebnis zu erreichen.

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