Le Corsaire

Das Hermannstädter Balletttheater erzählt eine Liebesgeschichte

Samstag, 19. April 2014

Die schöne Medora tanzt im „lebenden Garten“.
Foto: Andrey Kolobov

Hermannstadt - Farbenfroh und abenteuerreich war die Premiere des Balletts „Le Corsaire“, die dem Hermannstädter Publikum am Mittwoch und Donnerstag vorgestellt wurde. Die choreografische Leitung der Vorstellung übernahm der russische Ballettmeister Andrei Litwinow, der bereits zum zweiten Mal mit dem Ensemble des Hermannstädter Balletttheaters zusammenarbeitete.
Die spannende Liebesgeschichte der schönen Medora (Dafne Barbosa) und des Piraten Conrad (Mircea Munteanu) beginnt auf dem Sklavenmarkt, wo der hinterlistige Sklavenhändler Lankedem (Alexandru Pilcă) seine „Ware“ anpreist. Der Reiche Seid Pascha (Keston Meyer) findet besonderen Gefallen an Gulnara (Saaya Pikula). Doch als er Medora erblickt, wird er von deren Schönheit überwältigt und ist willig, jeden Preis für sie zu zahlen. Diesem Handel weiß Conrad dazwischen zu kommen und entführt mit Hilfe von seinen Mitstreitern sowohl die Geliebte als auch den Sklavenhändler und dessen „Beute“. Der zweite Akt versetzt die Zuschauer in die Höhle der Piraten. Hier kommt es zu einem Streit zwischen Conrad und seinem besten Freund, Birbanto (Joshua Beaver). In diese Auseinandersetzung mischt sich der hinterhältige Lankedem. Während Conrad in einen totähnlichen Schlaf fällt, entkommt der Sklavenhändler mit Medora aus der Höhle.

Die Handlung der fast zweistündigen Vorstellung schafft es, bis zum Ende die Spannung zu behalten. Die Musik, die Tänze, insbesondere die zahlreichen Pas de deux, sowie das Bühnenbild und die Kostüme versetzen das Publikum in die Welt des Geschehens. Auch die Leistung der Tänzerinnen und Tänzer soll unterstrichen werden. Besonderen Lob verdient Joshua Beaver, der zwar die Rolle eines „bad guys“ übernahm, jedoch mehr glänzte als die männliche Hauptfigur. Beinahe fehlerfrei war auch der Auftritt von Dafne Barbosa. Sehr interessant war auch der Part, der Keston Meyer zufiel: zwar tanzte er nicht, unterhielt jedoch das Publikum mit gespielt tollpatschigen Bewegungen eines „greisen“ Mannes. Besonderes Vergnügen war es, die Tänze des dritten Aktes zu betrachten. „Le Jardin animé“ war sehr bunt und tatsächlich lebendig dargestellt. Das Ballett endet selbstverständlich mit einem Happy End.

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