Lebe als Christ!

Sonntag, 17. Februar 2019

Angeblich sterben jedes Jahr etwa 30.000 Menschen bei Autounfällen in den USA. Am 7. Mai 2016 starb der Autofahrer Joshua Brown. Was bei seinem Tod Aufsehen erregte, war, dass er in einem „selbstfahrenden Auto“ saß, ohne Schofför am Lenkrad. Der Mann prallte mit seinem Auto von hinten gegen einen fahrenden Lastwagenanhänger und starb. Das Fahr-Assistenz-System in Browns Wagen hatte das Hindernis nicht erkannt und deshalb keine Bremsung ausgelöst. Die Ursache war also ein „Programmierungsfehler“.

Es wird versucht, „selbstfahrende Autos“ herzustellen, um den Fahrer zu ersetzen. Offenbar traut man der künftigen Fahrtechnologie mehr Sicherheit zu als dem den Wagen lenkenden Menschen. Stellen sich hier aber „Programmierungsfehler“ ein, dann wird es zu vielen Unfällen kommen. Ob es wohl gelingt, den Autofahrer von der Verantwortung für sein Fahrzeug zu befreien – das wird sich in der Zukunft erweisen. Eines ist sicher: Die Verantwortung vor Gott für unsere Lebensführung kann uns kein technisches System abnehmen. Jeder bleibt für sein Leben vor Gott verantwortlich. Leider bauen viele Menschen „Programmierungsfehler“ in ihr Leben ein. Dann kommt es zu sittlichen Unfällen, die von der Bibel „Sünden“ genannt werden.

Kommt heute ein Autofahrer in eine Stadt, die er nicht kennt, kann er sich dennoch sicher orientieren und sein Fahrziel ohne Umwege erreichen. Es gibt ja elektronische Programme, die alle Straßennahmen der Stadt enthalten und den Autofahrer aufklären, in welche Straßen er einzubiegen hat, um sein Ziel zu erreichen. Das ist ein großer Fortschritt. Gott gibt auch uns ein Weisungsprogramm mit auf den Weg, um uns zu helfen, unser Lebensziel sicher zu erreichen. Christus erklärt im Lukasevangelium, wie wir unser Leben gestalten sollen: „Selig, ihr Armen, denn euch gehört das Reich Gottes. Selig, die ihr jetzt hungert, denn ihr werdet satt werden. Selig, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen. Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und aus ihrer Gemeinschaft ausschließen, um des Menschensohnes willen. Denn ebenso haben es ihre Väter mit den Propheten gemacht!“ Er warnt eindringlich vor der falschen Lebensprogrammierung: „Weh euch, die ihr reich seid, denn ihr habt keinen Trost mehr zu erwarten. Weh euch, die ihr jetzt satt seid, denn ihr werdet hungern. Weh euch, die ihr jetzt lacht, denn ihr werdet weinen und klagen. Weh euch, wenn euch alle Menschen loben, denn ebenso haben es ihre Väter mit den falschen Propheten gemacht!“

Es hängt von uns ab, wie wir unser Leben nach den Einladungen und Warnungen Christi einrichten. Leider gibt es viele Menschen, die gedankenlos in den Tag hineinleben, ohne sich um ihre Zukunft Sorgen zu machen. Sie gleichen dem Professor, der nach Dublin reiste, um dort an einem Kongress teilzunehmen. Er kam verspätet an. In Sorge, die Eröffnungsrede zu versäumen, sprang er in eine Droschke und rief dem Kutscher zu: „Fahren Sie schnell, ich bin in Eile!“ Der Kutscher trieb seine Pferde an und los ging die Fahrt wie bei der berühmten „wilden Jagd“. Da fiel dem Professor ein, dass er dem Kutscher noch gar nicht gesagt hatte, wohin die Fahrt gehen sollte. So rief er ihm zu: „Wissen Sie denn, wohin ich will?“ „Woher denn“, sagte dieser, „aber ich fahre, wie Sie sehen, ganz nach Befehl, im Galopp!“ Gleichen nicht viele von uns dem zerstreuten Professor? Sie reisen ziellos durchs Leben. So kann man an kein Ziel gelangen.

Unsere Vorfahren waren nicht so ausgebildet wie wir, aber sie hatten gesunde Grundsätze, die ihrem Leben Sinn und Ziel gaben. Auch wir haben gesunde Grundsätze nötig, soll unser Leben nicht ziellos verlöschen. Leihen wir Ohr und Herz der Weisheit bretonischer Bauern: „Willst du, dass du es gut hast für einen Tag? Zieh dein Festkleid an! Für eine Woche? Schlachte ein Schweinchen! Für einen Monat? Gewinne in der Lotterie! Für ein Jahr? Nimm dir eine Frau. Fürs ganze Leben? Lebe recht und gerecht! Für die ganze Ewigkeit? Lebe als Christ!“

Wir werden wohl nie in ein „selbstfahrendes Auto“ steigen, aber das Lenkrad unseres Lebensfahrzeuges wollen wir fest in den Händen halten und uns treu an das Reiseprogramm unseres Lebens halten, das Christus für uns entworfen hat: „Lebe als Christ!“

Kommentare zu diesem Artikel

Paraschiva, 17.02 2019, 23:15
Ein interessanter Vergleich. Sehr schön!

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