Lebensqualität bewertet

Städteranking bekannt gemacht

Mittwoch, 01. Juni 2016

Klausenburg/Cluj und Temeswar/Timişoara haben die Nase vorn. Vor Tokio, San Francisco, Los Angeles oder Brüssel – wenn man dem Top der Lebensqualität vertraut, den Numbeo, die weltweit größte Datenbank, die von Benutzern aus der ganzen Welt mit Daten über Städte und Länder beliefert wird, bekannt gegeben hat. Numbeo liefert aktuelle Informationen über Lebensbedingungen, einschließlich Lebenshaltungskosten, Kennziffern über Wohnungen, Gesundheitswesen, Verkehr, Kriminalität und Umweltverschmutzung in den betreffenden Orten.

Und da die Wohnkosten in den oben genannten Mega-Städten der Welt nun einmal sehr hoch sind, ist es auch nicht verkehrt, dass die beiden Städte aus Rumänien auf einem besseren Platz gelandet sind, nämlich 54, beziehungsweise 55. Die Lebensqualitätsindizes in den beiden Städten sind fast auf demselben Niveau: 166,61 für Klausenburg und 166,14 für Temeswar. Die bestplatzierte Stadt weltweit ist das australische Canberra mit einem Lebensqualitätsindex von 241,56. Da spricht man nicht mehr von einem „erheblichen“, sondern von einem „riesigen“ Unterschied. Es ist natürlich kein „Top Ten“-Ergebnis, aber dafür schließen die beiden Städte im Vergleich zu anderen Städten aus dem ehemaligen Ostblock sehr gut ab. Nur Tallinn, Brno und Ljubljana können bessere Zahlen vermerken.

Bukarest landet in diesem Top erst auf Platz 107, da weisen die beiden anderen Städte aus Rumänien einen bedeutungsvollen Vorsprung auf. 123,66 ist der Lebensqualitätsindex für die rumänische Hauptstadt, so die Datenbank, die 143 Städte erfasst hat. Das recht gute Ergebnis Klausenburgs und Temeswars ist vielleicht weniger überraschend, wenn man auf die Informationen aus einem anderen Top zurückgreift: Bereits im Februar diesen Jahres hatte die Zeitschrift „Forbes“ zum vierten Mal in Rumänien den Top der Städte, in denen man am besten Geschäfte machen kann, veröffentlicht. Die ersten beiden Plätze werden, in dieser Reihenfolge, von Temeswar und Klausenburg belegt. Die Hauptstadt wurde dritte. Was genau berücksichtigt der Lebensqualitätsindex? Für seine Bestimmung und damit zur Schätzung der Lebensqualität werden empirisch erfasste Daten verwendet. Die Formel berücksichtigt Kaufkraft, Sicherheit, Gesundheitspflege und Klima sowie die Umweltverschmutzung, das Verhältnis zwischen Immobilienpreisen und Einkommen, den Lebenshaltungsindex sowie den Pendelverkehrindex (alle zuletzt genannten Indizes sollten je niedriger sei.

Die Unterschiede sind erheblich, wenn man sich nur einen Aspekt dieser Formel anschaut. So schneidet Temeswar bedeutend schlechter als Klausenburg ab, wenn man sich nur den Umweltverschmutzungsindex anschaut: Vergleicht man dieselben 143 Städte, die auch im Top der Lebensqualität erscheinen, ist Temeswar auf Platz 70 mit einem Index von 51,93, Klausenburg auf 38 mit einem Index von 33,23. Also ist die Umweltverschmutzung in Temeswar viel größer als in Klausenburg. Temeswar schneidet fast unglaublich gut ab, was die Pendelzeiten betrifft, und kommt mit einem Pendelindex von nur 16,88 auf Platz 1! Klausenburg ist auf Platz 48 (mit einem Index von 32,75). Was Temeswar zu diesem guten Ergebnis verholfen haben muss, ist die Ausdehnung des RATT-Netzes in die umliegenden Gemeinden. Nicht nur für die Bürger sind diese Zahlen wichtig, die Stadtverwaltungen sollten auch ein Auge darauf werfen, und schauen, wo noch Nachholbedarf besteht. Interessenten können alle Zahlen auf der Webseite http://www.num beo.com/quality-of-life/rankings.jsp abrufen.

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