Leidenschaftliche Meinungsäußerungen

Die Jugendzeitschrift “Clique” vor der 22. Auflage

Freitag, 04. Mai 2018

Die letzten beiden Ausgaben der „Clique“.

„Clique ist ein Ort der Gedankenfreiheit, der Kreativität und der Originalität. Jeder ist frei das zu schreiben, was ihn beeindruckt, beängstigt oder was ihn inspiriert. Jeder Artikel widerspiegelt den Charakter seines Autors… und somit wird „Clique“ zu einem Ort der Vielfalt, in dem ein kleiner Teil von jedem Mitglied, gegenwärtigen oder ehemaligen, aufbewahrt bleibt.“ So stellt Ioana Paul, eine der beiden Chefredakteurinnen die Zeitschrift des Deutschen Jugendforums Kronstadt „Clique“ vor. Drei bis vier Mal im Jahr kommen Ioana und rund 20 Schülerinnen und Schüler des Johannes-Honterus-Lyzeums, manchmal auch vom Meșota-Lyzeum, zusammen und überlegen ein Thema, das sie alle inspiriert und zu dem sie für die nächste Ausgabe ihrer Zeitschrift schreiben, illustrieren oder fotografieren möchten. Menschen, Geschichte, Natur, Rassismus und Multikulturalität, aber auch Glaube, neue Medien, Spiele, Musik, Literatur, Fotografie, oder Heimat scheinen für die Redakteure von Interesse. Aus den 21. Ausgaben bislang wird deutlich, wie aufmerksam sie mit ihrer Umwelt sind und dessen was sie umgibt, und wie sehr sie all das bewegt.

Durch Texte und Illustriertes wollen sie ihren Mitschülern, Lehrern, Freunden, Bekannten und Neugierigen ihre Gedanken mitteilen.
Auf den bunten Seiten der A5-Zeitschrift (anfangs waren es A4-Blätter) sind vielfältige Herangehensweisen an das ausgewählte Thema anzutreffen, sodass von Berichten, kurzen Geschichten und Gedichten, Meinungsartikeln, über Analysen, Präsentationen, Interviews, bis zu Bildern, Kollagen, Zeichnungen oder Grafiken alles zu finden ist. Für die letzte Ausgabe, beispielsweise, haben dessen Redakteure das Thema „Mensch“ aus ganz verschiedenen Winkeln betrachtet, so dass es ein Genuss sein kann das 40- Seiten-Büchlein zu durchblättern. Darin ging es um künstliche Intelligenz, einem 13-jährigen Honterianer, der einen erfolgreichen YouTube-Kanal für Kendama-Begeisterte erstellt hat (Kendama ist ein japanisches Geschicklichkeitsspiel), um die Horror-Literatur von H.P. Lovecraft oder um Erfahrungen von der Kletterwand; eine Dokumentation über Dostojewskis Leben und Lebensstil und eine Präsentation Akbars des Großen, Indiens bedeutendsten Herrscher, brachten viele Informationen in den Vordergrund, andere Artikel regten zum Nachdenken über Diversität oder Menschenrechte an. Portraits von Frauen ziehen in knallenden Farben die Aufmerksamkeit auf einen Artikel über das weltberühmte Buch „Atlas der Schönheit“ von Mihaela Noroc, wo 500 Vertreterinnen des schönen Geschlechts rund um die Welt abgebildet sind. Ebenfalls im visuellen Bereich stellt eine Fotoreihe Gedanken einer Redakteurin vor.

Die Vielfalt der Betrachtungsweisen ist erfrischend und man bekommt auf manchen Seiten die Persönlichkeit des Autors zu spüren, die ganze Leidenschaft mit der gearbeitet wurde für die „Clique“.

Seit sechs Jahren erscheint „Clique“ und wird in den Lyzeums-Klassen von dessen Redakteuren vorgestellt. Für fünf Lei, die für Druckkosten aufkommen sollen, kann man sie kaufen. Die rund 100 Exemplare, die in der Schule erhältlich sind, werden immer verkauft, erklärt Ioana Paul.

Für die kommende Ausgabe organisieren sich die Schüler, wie für die letzten Ausgaben, selber und üben die Produktion einer Zeitschrift vom Organisieren der Redaktionssitzung, Finden des Themas, Recherchieren, Schreiben/ Zeichnen, Korrekturlesen, Layout, Druck und Öffentlichkeitsarbeit, wie auch die Zusammenarbeit. Dass manche Schülerinnen und Schüler dabei eine Begeisterung für den Journalismus entwickeln und eine Profil-Hochschule besuchen wollen, scheint gut möglich. „Ausgehend von der Tatsache, dass viele von meinen Kollegen, die freiwillig mitmachen, im Schreiben begabt sind, könnte man voraussetzen, dass einige von ihnen Journalismus studieren wollen“ glaubt die Chefredakteurin.

Bis dahin äußern sie ihre Gedanken, Ängste, Träume, Wünsche in ihrer Jugendzeitschrift und regen somit auch Andere an, die Welt mit unterschiedlichen Brillen zu betrachten.

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