LENAU-ABSOLVENTEN: JAHRE SPÄTER

Raluca Dobrescu ist als Reiseberaterin bei Cardinal Tours tätig

Mittwoch, 25. Mai 2016

Raluca Dobrescu feierte vor Kurzem ihr zehnjähriges Klassentreffen an der Lenau-Schule.
Foto: Zoltán Pázmány

Sie greift schnell zum Telefon und fragt nach dem Euro-Kurs nach. Ein höfliches „Dankeschön“ zum Schluss, und schon kann Raluca Dobrescu die Summe ausrechnen, die sie auf die Rechnung einzutragen hat. Die Kundin, die gerade bei ihr im Büro sitzt, muss noch die letzte Rate für die gebuchte Reise nach Griechenland bezahlen – am 14. Juni heißt es für die junge Familie aus Temeswar, ab nach Kreta! „Das Wetter wird sicherlich schön sein, das Meer aber bestimmt nicht so warm wie im Juli oder August“, betont Raluca Dobrescu. Die 28-jährige Reiseberaterin möchte ihren Kunden entgegenkommen – und ihnen immer wahrheitsgetreue Informationen bezüglich der gebuchten Reisepakete bieten. So kommt es, dass bei Cardinal Tours so gut wie nie Beschwerden eingehen. „Wir bauen auf das Feedback von unseren Kunden“, sagt sie.

Raluca Dobrescu hat vor zehn Jahren das deutsche Nikolaus-Lenau-Lyzeum in Temeswar abgeschlossen. Bereits als Kind lernte sie die deutsche Sprache – zuerst im deutschen Lenau-Kindergarten, später in der Schule. Deutsche Wurzeln hat sie keine. „Meine Mutter bestand darauf, dass meine Schwester und ich die deutsche Sprache lernen, denn es ist eine schwere Sprache, die viele Möglichkeiten bietet“, sagt Raluca Dobrescu, als die Tür zum Büro aufgeht und die Mutter hineintritt. Sie hat Raul, den sechsjährigen Sohn von Mădălina, Ralucas älterer Schwester, der die Vorschulklasse an der Lenau-Schule besucht, abgeholt. „Wie war es in der Schule?“, fragt Raluca Dobrescu den Kleinen. „Gut“, antwortet Raul, „wo hast du die Bonbons versteckt?“, fragt er neugierig. Raluca Dobrescu holt lächelnd eine Bonbontüte aus der Schublade hervor und hält sie dem Kleinen vor.

„In meinem Beruf mache ich oft von der deutschen Sprache Gebrauch. Vor allem, wenn ich mit deutschen Reiseveranstaltern spreche, mit Vertretern von Hotels in Deutschland oder Österreich, mit denen wir direkt arbeiten“, betont die junge Frau. Nach Abschluss der Mathematik-Informatik-Klasse an der Lenau-Schule studierte Raluca Dobrescu Jura. Ihre erste Arbeitsstelle hatte allerdings so gut wie nichts mit dem Studium zu tun. Sie war zwei Jahre lang als Check-in-Agentin bei der Fluggesellschaft Carpatair tätig, bis sie zu Cardinal Tours wechselte. Bei der Aktiengesellschaft besitzt ihre Familie die Mehrheit der Aktien – sie selbst sitzt im Verwaltungsrat. Zwischendurch lebte sie etwa eineinhalb Jahren in den Vereinigten Staaten.

„Als Reiseberater sollte man bereit sein, viel zu reisen, denn man muss wissen bzw. selbst getestet haben, was man seinen Kunden verkauft. Du musst dich auch in die Rolle der Kunden versetzen können, um ihnen das beste Angebot zu machen“, sagt sie. So kommt es nun, dass die Temeswarer Familie, die am 14. Juni mit dem ersten Charterflug nach Kreta fliegt, ein Hotel mit Küche, Pool und Kinderspielplatz gebucht hat, das in unmittelbarer Nähe des Strandes liegt – ein Sandstrand, versteht sich, denn „kleine Kinder mögen das“, weiß die Reiseberaterin, die mehrere Ausbildungskurse im Bereich Tourismus und Reiseveranstaltung absolviert hat.

Als Top-Reiseziel für den Sommer 2016 nennt Raluca Dobrescu Griechenland. Dahin gibt es von Temeswar aus drei Charterflüge: nach Kreta, Rhodos und Zakynthos. „In Griechenland sind die Preise noch relativ niedrig. Hier stimmt einfach das Preis-Leistungsverhältnis“, betont Raluca Dobrescu. Der Kundin, die gerade ihre Reiseunterlagen in die Tasche steckt, erklärt sie noch schnell, wann sie mit ihrer Familie im Flughafen ankommen müsste und wie sie das Hotel in Kreta erreichen. „Haben Sie einen schönen Urlaub“, wünscht Raluca Dobrescu im Anschluss an das Gespräch. Spätestens nach der Reise wird die Kundin einen Anruf von Cardinal Tours erhalten. Reiseberaterin Raluca Dobrescu wird sich persönlich erkundigen, wie die Reise verlaufen ist. „Wir bleiben mit unseren Kunden in Kontakt und merken uns ihr Feedback. Nur so können wir erfahren, was ihnen gefallen hat und was noch verbesserungsfähig ist“, schließt sie.

 

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