LENAU-ABSOLVENTEN: JAHRE SPÄTER

Lavinia Georgescu ist als Rechtsberaterin beim BVIK Banatia tätig

Mittwoch, 22. Juni 2016

Konzentriert bei der Arbeit: Rechtsberaterin Lavinia Georgescu
Foto: Zoltán Pázmány

Bei ihrer Arbeit hatte sie schon immer mit der deutschen Sprache zu tun: Lavinia Georgescu (35) ist seit Januar dieses Jahres als Rechtsberaterin beim Banater Verein für Internationale Kooperation „Banatia“ in Temeswar tätig. Der Job wurde ihr durch ihren ehemaligen Schulkollegen und Freund Norbert Hansmann angeboten. Obwohl sie schon seit gut neun Jahren bei einem multinationalen Unternehmen tätig gewesen war, fand sie, dass es Zeit war für etwas Neues. „Die Arbeit hier ist interessant, aber auch herausfordernd. Ich freue mich, dass ich nun in dem Bereich arbeiten kann, in dem ich auch studiert habe“, sagt Lavinia Georgescu.

1999 schloss Lavinia Georgescu die Fremdsprachen-Abteilung der deutschen Nikolaus-Lenau-Schule in Temeswar ab. Danach studierte sie Jura an der Temeswarer West-Universität. Dass sie ab der ersten Klasse die deutsche Schule besuchen durfte, das hat sie ihrer Großmutter väterlicherseits zu verdanken. Mit ihr hatte Lavinia schon als Kind deutsch gesprochen, sodass es selbstverständlich war, dass sie nach dem Besuch des Carla-Pelz-Kindergartens im Mehala-Stadtteil zur Lenau-Schule ging.

„In allen Jobs, die ich bisher hatte, ist mir die deutsche Sprache zu Gute gekommen“, sagt sie. Und als es mal so kam, dass sie nicht mehr so oft Gebrauch von der deutschen Sprache machen musste, so beschäftigte sie sich nebenbei auch noch mit deutsch-rumänischen Übersetzungen. „So konnte ich stets den Kontakt zur deutschen Sprache pflegen“, sagt sie. An ihre Zeit an der Lenau-Schule erinnert sie sich sehr gerne zurück. „Es war die schönste Zeit meines Lebens. Während meiner Schulzeit habe ich viele Freunde gewonnen – viele davon Freunde fürs Leben“, sagt Lavinia Georgescu. Zu ihren Lieblingslehrern zählt sie die „ziemlich strenge“ Erdkunde- und Geschichtslehrerin Heidrun Oprescu, aber auch ihre Klassenlehrerin aus dem Lyzeum, die Französischlehrerin Sanda Dragu.

Während ihrer Schulzeit tanzte die damalige Teenagerin auch im Jugendtrachtenverein „Banater Rosmarein“ mit. „Es war eine wirklich schöne Zeit. Ich bin mit den Rosmareinern mit dem Herzen verbunden geblieben“, sagt Lavinia Georgescu. Heute haben die Stafette ihre beiden Kinder Edvan (6) und Viana (5) übernommen. Sie tanzen in der Hänschenklein-Gruppe unter der Leitung von Brigite Szokob mit. „Bisher gefällt es ihnen gut. Ich habe sie dorthin gebracht, doch ob sie auch bleiben wollen, ist ihnen überlassen. Ich würde mich allerdings freuen, wenn sie bleiben würden“, sagt Lavinia Georgescu.

Dass ihre Kinder die deutsche Sprache gut können, sei für sie von großer Bedeutung. „Jede Sprache, die man fließend spricht, ist wichtig“, betont Lavinia Georgescu. Sie selbst ist ein Beispiel dafür, dass Deutsch erhebliche Vorteile bei der Jobfindung bietet. Vor einigen Jahren, als sie ihr zehnjähriges Klassentreffen an der Lenau-Schule feierte, konnte sie feststellen, dass auch vielen ihrer ehemaligen Generationskolleginnen und –kollegen die deutsche Sprache im Berufsleben weitergeholfen hat.

 

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