Liebe auf den ersten Blick

Der 90-jährige Maler Nicolae Barcan erhielt Ehrenbürgerschaft von Hermannstadt

Samstag, 16. November 2013

Bürgermeister Klaus Johannis überreichte Nicolae Barcan die Insignien der Ehrenbürgerschaft von Hermannstadt.
Foto: Hannelore Baier

Hermannstadt - Es sei ein Fehler, eine Stadt als etwas Gegebenes zu betrachten, denn sie werde von Leuten geschaffen, die in ihr leben. Jene, die in einer Stadt bemüht sind, das Leben angenehm zu gestalten, vergessen die Künstler, welche die Schönheit der Stadt darstellen und bekannt machen, meinte Bürgermeister Klaus Johannis Donnerstagmittag, nachdem er einen solchen Menschen gewürdigt hatte: Zwei Tage nach seinem 90. Geburtstag wurde dem Maler Nicolae Barcan das Diplom der Ehrenbürgerschaft von Hermannstadt samt dem dazugehörenden symbolischen Stadtschlüssel überreicht.
Nicolae Barcan wurde am 12. November 1923 in Târgu Ocna (Kreis Bacău) geboren, er lebt aber seit über 60 Jahren in Hermannstadt/Sibiu, zu der er Liebe auf den ersten Blick empfand, wie er gestand.

Seit 1955 ist Barcan Mitglied des Verbands der bildenden Künstler und hat unzählige Eigenausstellungen gehabt, aber auch an zahlreichen Gruppenexpositionen teilgenommen. Gemälde von ihm befinden sich heute in staatlichen und privaten Kollektionen in Rumänien aber auch in Frankreich, Deutschland, der Schweiz und Kanada. Aus Anlass seines 90. Geburtstages ist eine Retrospektivausstellung in der Galerie des Verbands der bildenden Künstler Hermannstadt zu sehen, deren Vernissage Donnerstagmittag stattfand. In den Jahren 1953 bis 1956 gestaltete Barcan zahlreiche Bühnenbilder für die Theater in Hermannstadt, Kronstadt/Braşov und Temeswar/Timişoara.

Im Lauf der Jahre habe er sich immer stärker zu Hermannstadt hingezogen gefühlt, das ihm die Möglichkeit bot, sich als Künstler zu entfalten, sagte der Gewürdigte in seiner Dankesansprache. Für ihn sei es stets eine Ehre gewesen, Hermannstädter zu sein und die Stadt durch seine Werke bekannt zu machen. Die Auszeichnung verstehe er als Ehrung des gesamten Kollektivs, in dem er die Chance hatte zu arbeiten. Namentlich erwähnte er Hans Hermann und erinnerte sich an die Feier von dessen 90. Geburtstag, ein Alter, das er damals als unerreichbar betrachtete.

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