Liviu Dragnea droht erneut mit Johannis’ Amtsenthebung

PSD-Chef will Mordanschlag entgangen sein

Donnerstag, 23. August 2018

PSD-Chef Liviu Dragnea will nach eigenen Angaben vergangenen April einem Mordanschlag entgangen sein. Wie die Medien am Mittwoch jedoch unter Berufung auf Quellen der Generalstaatsanwaltschaft sowie des Personen- und Schutzdienstes SPP berichten, ist ein derartiger Vorfall keiner der beiden Behörden bekannt.
Archivfoto: Agerpres

Bukarest (ADZ) - Zehn Tage nach der Polizeigewalt gegen Antiregierungsprotestler hat sich PSD-Chef Liviu Dragnea am Dienstagabend erstmals zu Wort gemeldet. Wie schon Ministerpräsidentin Viorica Dăncilă fand auch ihr Parteichef kein Wort des Bedauerns für die mehr als 450 Verletzten – im Gegenteil. Das gewaltsame Einsatzverhalten der Gendarmerie bezeichnete Dragnea als absolut „verhältnismäßig“ angesichts des „paramilitärisch organisierten Umsturzversuchs“.

Wie Dăncilă behauptete auch Dragnea, Staatschef Klaus Johannis habe die Protestler aufgehetzt, sodass letztere gewaltbereit gewesen seien. Er spreche sich daher für ein Amtsenthebungsverfahren gegen das Staatsoberhaupt aus, müsse allerdings erst eruieren, ob ALDE-Chef Călin Popescu Tăriceanu diesbezüglich inzwischen umgedacht habe. Der PSD-Chef teilte zudem mit, dass seine Partei ernsthaft überlege, umgehend zu Protesten vor dem Präsidentschaftssitz aufzurufen.

Dragnea schoss sich erneut auf die Nachrichtendienste und die hierzulande tätigen multinationalen Konzerne ein, von denen er behauptete, sie würden die #Rezist-Bewegung finanzieren. Mit Dăncilă erklärte sich der 55-Jährige hochzufrieden: Sie sei ein „sehr guter Regierungschef“ und werde „kategorisch“ bis 2020 im Amt bleiben, er stehe „nicht nur politisch, sondern auch moralisch“ voll und ganz hinter ihr.

Als krönenden Höhepunkt seines Gesprächs mit dem TV-Sender Antena 3 eröffnete Dragnea, letzten April angeblich Ziel eines Mordanschlags gewesen zu sein: Eine der „bekanntesten Personen der Welt“ habe vier Attentäter nach Bukarest beordert, glücklicherweise sei er jedoch „davongekommen“. Auf die Frage der Moderatorin, ob er etwa auf den US-Milliardär George Soros anspiele, entgegnete Dragnea: „Ich denke nicht an ihn, er denkt an mich“.

Kommentare zu diesem Artikel

Peter, 23.08 2018, 19:14
Was ist das Nächste, von Außerirdischen entführt? Am besten die Verschwörungstheoretiker fragen, die wissen wie man ein Hirngespinst als Wahrheit verkauft. Vermutlich wurde er nur von einer Wespe gestochen, die im Auftrag des Präsidenten, von ausländischen Konzernen gesteuert wurde, mit Technologie der CIA, geduldet vom FSB und natürlich im Auftrag ihrer Majestät ..... mein Name ist Bond ..... James Bond, Agent 007.
Mario, 23.08 2018, 17:08
Die dümmsten Kälber wählen ihren Schlächter selber.............................
Ottmar, 23.08 2018, 13:02
Den Anschlag auf sein Leben hat der Irre PSD Vorsitzende von Maduro Psäsident von Venezuela abgeschaut. Seine Argumente bezüglich Rechtsstaatlichkeit holt er sich auch von Venezuela. Siehe Verunglimpfung der Staatsanwälte und einiger ehrlicher Richter. Hoffentlich endet Rumänien nicht so wie Venzuela. Bei der Versorgung der Bevölkerung mit einigen Pharmazeutischen Produkten kann man das bereits feststellen
M.M.H., 23.08 2018, 12:45
Dancila und Dragnea gehören beide in die
Klapsmühle. Da fällt einem nichts mehr ein.

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*