Lobbying für Wiederaufnahme des Schlagerfestivals

Mittwoch, 05. März 2014

2009 gab es zum letzten Mal eine „Goldene-Hirsch-Baustelle“ am Kronstädter Marktplatz.
Foto: Hans Butmaloiu

Kronstadt - Die am Samstag, dem 1. März, stattgefundene Landesauswahl für den diesjährigen Eurovisions-Song-Contest, der in Kopenhagen ausgetragen wird, war teilweise auch der 46. Jährung seit der ersten Austragung des internationalen Schlagerfestivals „Goldener Hirsch“ gewidmet. Dieses fand 1968 statt, ebenfalls im Saal des Kronstädter Theaters „Sică Alexandrescu“, wie die nun veranstaltete Show. Seit 2009 hat die Rumänische Fernsehgesellschaft (TVR) als Organisator angeblich wegen der hohen Ausgaben auf die Fortführung des Festivals verzichtet. Bekanntlich wurde es am Kronstädter Marktplatz im mittelalterlichen Ambiente veranstaltet und hat im Laufe der Jahre zahlreiche internationale Stars für die Galavorstellungen herangezogen.

An der Veranstaltung vom Samstag waren auch einige der ehemaligen Mitwirkenden anwesend, die sich alle für die Wiederaufnahme dieses Festivals aussprachen. Darunter Luminiţa Dobrescu, die 1969 die Trophäe „Goldener Hirsch“ errang, sich nachträglich im Ausland absetzte und gegenwärtig in Italien lebt. Auch trat sie jetzt mit zwei Songs vor das Publikum. Gleiche Gedanken äußerten die Sängerin Corina Chiriac, die Siegerin der Eurovision-Auswahl, Paula Seling, die 2002 den „Goldenen Hirsch“ gewinnen konnte, sowie die Schauspielerin Stela Popescu, die bei der ersten Auflage gemeinsam mit Iurie Darie die Ansage besorgte. Der Kronstädter Bürgermeister George Scripcaru, ein ständiger Verfechter für die hiesige Veranstaltung des Schlagerfestivals, erklärte, mit dem Generaldirektor von TVR Stelian Tănase ein diesbezügliches Gespräch geführt zu haben, doch vorläufig noch ohne konkretes Ergebnis. Einen beträchtlichen Teil der Ausgaben, auch bei den bisherigen Auflagen, hat stets die Stadt getragen.

Kommentare zu diesem Artikel

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*