Lohnerhöhungen bei TMK

Auch Prämienzahlungen werden 2013 erhöht

Mittwoch, 23. Januar 2013

Reschitza - Iancu Muhu, der langjährige Führer der Gewerkschaft „Vatra“ des Reschitzaer Stahlwerks TMK lud zum Wochenbeginn zu einer Pressekonferenz ein, bei welcher er den neuesten Erfolg seiner Gewerkschaft bei den Tarifverhandlungen mit dem Unternehmungsleitung vorstellte. Praktisch sind die Lohnforderungen der Gewerkschaft zwar nur teilweise erfüllt worden, aber trotzdem kassieren nach wie vor die Reschitzaer Stahlwerker die höchsten Löhne der Branche in Rumänien.

Außerdem machte die Konzernzentrale in Moskau der Gewerkschaft Zusicherungen, dass es – wenn sich die Auftragslage weiterhin so verhält wie bisher – in der zweiten Jahreshälfte Neuanstellungen geben wird und dass „im März und im Oktober“ auch die Ausschreibnungen für die Erreichung höherer Lohnstufen stattfinden werden. Was mit Prüfungen verbunden sein wird. Die Verhandlungen mit der Konzernzentrale und mit der TMK-Rumänienvertretung im oltenischen Slatina haben zwei Monate gedauert.

Muhu: „Der alte Tarifvertrag war am 13. Dezember 2012 ausgelaufen. Wir forderten zuerst eine pauschale Lohnerhöhung von je 100 Lei für jeden der über 900 Arbeitnehmer aus Reschitza. Zugebilligt wurden uns letztendlich je 40 Lei, aber damit erreicht der durchschnittliche Tariflohn bei TMK 2021 Lei und das ist Spitze für Rumänien. Nur: Zufrieden mit dieser Erhöhung des Tariflohns können wir nicht sein, obwohl, wenn wir die Prämiengelder zu Ostern (440 Lei pro Kopf), zum Tag des Bergmanns und Hüttenwerkers (Sankt-Barbara-Tag) – 410 Lei pro Arbeitnehmer – und das Weihnachtsgeld (710 Lei) mitrechnen und diese Prämien auf die zwölf Monatslöhne umschlagen, der durchschnittliche Netto-Tariflohn beachtlich überschritten wird. Nicht zu vergessen, dass es auch noch ein Urlaubsgeld von einmalig 830 Lei gibt und dass das Unternehmen nach wie vor die Hälfte der Kosten jedes Urlaubstickets (egal, ob für Inlands- oder Auslandsurlaub), sofern Gesamtkosten von 2500 Lei nicht überschritten werden, übernimmt.“

Die Tagessätze für alle TMK-Mitarbeiter, die in dienstlichem Interesse reisen, liegen ab sofort bei 90 Lei (gegenüber den schäbigen rund 14 Lei beim Staat und staatsabhängigen oder -eigenen Unternehmen) und alle TMK-Mitarbeiter, die Verwaltungsaufgaben erfüllen, haben Lohnzuschläge zwischen 5 und 10 Prozent. Der Vatra-Chef: „Wenn wir realistisch sind und die Auswirkungen der Krise mit in die Betrachtung einbeziehen, dann ist all das wirklich gar nicht so schlecht. Und vielleicht am wichtigsten: Wir haben die Zusage, dass es in diesem Jahr bei TMK keine Entlassungen gibt und dass es in der zweiten Jahreshälfte Neuanstellungen geben könnte, wenn die Auftragslage es zulässt.“ Muhus Wunsch wäre es, dass „junge Leute mit Perspektive“ angestellt werden.

Gegenwärtig beträgt die Monatsproduktion des kleinen Reschitzaer Stahlwerks TMK 17.000 Tonnen. Muhu: „Unsere Unternehmensleitung wünscht aber, dass wir in absehbarer Zeit auf einen Monatsausstoß von 27.000 bis 30.000 Tonnen kommen, was der Höchstleistung eines Stahlofens von jenem Typ entspricht, wie er hier in Betrieb ist.“

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