Lukoil-Oligarch Alekperow will Treffen mit Johannis

Ölriese droht mit Schließung der Raffinerie Petrotel

Donnerstag, 16. Juli 2015

Bukarest (ADZ) – Der Gründer und Chef des russischen Ölriesen Lukoil, Wagit Alekperow, ist diese Tage emsig um eine Lockerung der verfahrenssichernden Ermittlungsmaßnahmen gegen die rumänische Lukoil-Tochter  bemüht.

Lukoil  România steht bekanntlich im Verdacht der massiven Steuerhinterziehung und Geldwäsche, weshalb die DNA Ploieşti jüngst milliardenschweres Eigentum sowie Firmenkonten in Großbritannien und den Niederlanden einfrieren ließ. Diese „heiklen Probleme“ und das „ins Stocken geratene Alltagsgeschäft“ der rumänischen Niederlassung  will der russisch-aserische Milliardär nun mit Staatschef Klaus Johannis erörtern, weshalb er bei der Präsidentschaft um ein Treffen angesucht hat.

In seinem Schreiben deutet Alekperov klar an, was er sich von einem „persönlichem Treffen“ mit Johannis erhofft – nämlich dessen „Unterstützung“ bezüglich des laufenden Ermittlungsverfahrens, das seiner Meinung nach nicht „transparent“ genug ist. Erörtern will der russische Oligarch auch „die langfristigen Lukoil-Pläne in Rumänien“, wobei er durch die Blume mit der Schließung der Raffinerie  bei Ploieşti droht – Petrotel stehe mehr oder minder „vor dem Aus“. Zurzeit ist noch nicht bekannt, ob Johannis dem Ansuchen des Lukoil-Chefs stattgeben wird . Rechtsexperten zufolge ist eine derartige Audienz jedoch kaum denkbar, da das Staatsoberhaupt keinen Einfluss auf laufende Ermittlungsverfahren hat.

Kommentare zu diesem Artikel

Sraffa, 17.07 2015, 00:40
In diesem Fall wie auch in den anderen sind die Staatsanwaltschaften im Interesse des Landes in der Pflicht vor Gericht eine seriöse Beweisführung zu erbringen. Sollte sich jemals herausstellen daß Beweisführungen für politische oder wirtschaftliche Partikularinteressen manipuliert waren wäre dies katastrophal für die weitere Entwicklung.

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