Made in Banat – Markenlogo für Produkte aus Rumänien und Serbien

Das grenzüberschreitende Projekt fördert die lokale Marktwirtschaft der Grenzregion

Mittwoch, 02. Juli 2014

Die Gottlober Melone ist eine der beliebtesten Marke des Banats. Markenprodukte aus dem Banat sollen unter dem einfachen Logo „Made in Banat“ vermarktet werden. Foto: Zoltán Pázmány

Wassermelonen aus Gottlob, Hausbrot aus Petschka, Kartoffel aus Belint aber auch viele andere Traditionsmarken sind den Banater Kunden bekannt und werden hoch geschätzt. Die Banater Markenprodukte sollen aber nicht nur in der rumänischen Westregion, sondern auch über die Grenze nach Serbien bekannt gemacht werden. Dies ist Ziel eines grenzüberschreitenden Projekts der beiden Nachbarländer, denn Traditionsprodukte sollen demnächst unter dem einfachen Markenlogo „Made in Banat“ vermarktet werden. In Zusammenarbeit mit Kikinda aus dem serbischen Banat sollen diese Produkte die Marktwirtschaft der Gegend fördern. Das Projekt wurde Ende des vergangenen Jahres gestartet und soll in insgesamt 18 Monaten umgesetzt werden. Im grenzüberschreitendes Projekt hat die Temescher Industrie- und Handelskammer rund 429.000 Euro dafür bereitgestellt. Die Temescher IHK arbeitet zusammen mit der Agentur für Wirtschaftliche und Soziale Entwicklung ADETIM und den Regionalen Wirtschaftskammern Pancevo,  Zrenjanin und Kikinda.

Das erste Partnertreffen innerhalb des Projektes fand in diesem Frühjahr in Kikinda statt. Zahlreiche Firmen, die Teil dieses Projektes sein wollen, kamen zu diesem Anlass zusammen. Firmen und Produzenten aus den Bereichen der Lebensmittel- und Lederindustrie, Bauwesen, Bekleidung und Strickwaren aber auch Kunsthandwerker trafen sich, um die Möglichkeit zu besprechen, demnächst auf ihren Produkt-Aufkleber das Logo „Made in Banat“ zu haben. Bevor aber eine Firma Teil dieser Marke wird, muss die Qualität der Erzeugnisse nachgewiesen werden. Alle Normen der EU im Bereich der Gesundheit und alle sanitären und tiermedizinischen Vorschriften müssen eingehalten werden. Dabei müssen die Produkte wettbewerbsfähig im Vergleich zu anderen ähnlichen Produkten sein und die Rohstoffe, die zur Herstellung der verschiedenen Produkte dienen, sollen bis zu 51 Prozent aus der Banater Region kommen.

Neulich fand ein weiteres Treffen innerhalb des Projektes in Temeswar statt. Es wurden die Kriterien bestimmt, die die „Made in Banat“-Marke für elf Produkte und Dienstleistungen aus der Grenzregion bekommen sollen. Diese Unternehmen müssen ihre finanzielle Leistungs- und Geschäftsfähigkeit nachweisen und ihre Marken unbedingt beim rumänischen Register für Markeneintragung (OSIM) einschreiben lassen.

Das Projekt entstand aus der Notwendigkeit, die Marktwirtschaft aus der Grenzregion Rumänien-Serbien zu unterstützen, heißt es im Projekt. Hauptziel dessen ist, die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit der Banater Firmen auf beiden Seiten der Grenze zu fördern.

Kommentare zu diesem Artikel

Johann, 05.07 2014, 19:07
Fuer unsinniges Gemeinschaftseldausgeben scheint es keine Grenzen zu geben. Steigerungen , siehe w.o. Projekt, sind immer noch moeglich. Vom Optimierungsgebot der Mittelalokation hat wohl noch keiner der Projektpartner gehoert. Es gibt effizientere Mittel Marktwirtschaft zu foerdern. Man moege diesbezueglich auhoeren ausgeaehlte oder auserwaehlte Unternehmen zu bezuschussen, Zuschuesse , die zu massiven von lokalen bis nationalen Wettbewerbsverzerrungen fuehren. Wenn die EU Mittel begrenzt verfuegbar , also knappe Gueter sind, und das sind sie, und nicht alle Wirtschaftssubjekte in den Genuss dieser Mittel kommen koennen, was zwangsweise zur praeferenzierten Vergabe fuehrt, das ist auch der Fall, dann muesste die EU Wirtschaftsfoerderungspolitik auf den
Pruefstand gestellt werden, um die Kluft zwische Arm und Reich zu verringern, und um die Disproportion zwischen großen und kleinen Unternehmen wieder ins rechte Lot zu bringen, was wiederum das lokale und regionale Produktsterben bremsen wuerde. Gegenwaertig flankt und koepft die EU zugleich mit einer Trefferquote, von der sich die WM Teilnehmer gerne eine Scheibe abschneiden wuerden .

Auf das IHK Projekt uebertragen, werden Mittel fuer das Verheilen von selbst verursachten Wunden augegeben.
Super Nullsummenspiel ? Themen , die sich fuer Studenten der V- und B-WL anboeten mal im Rahmen von Seminaren analysiert zu werden. Nuetzlich , realitaets- und praxisnah waeren sie. Wuerde mich gerne als Betreuer zur Verfuegung stellen. Wuerde hiermit auch die Gruendung einer NRG empfehlen.
Ich wuerde gerne mal den Output oder den Wirkungsgrad ETA dieser 400000 Euro messen . Wer ist dafuer zustaendig? der Geldgeber? bestimmt nicht die IHK Temeswar (Timisoara). Oder flankt und koepft die EU in diesem Fall wieder zugleich? Anders formuliert : Der Kontrolleur ist identisch mit dem zu Kontrollierenden. Gibt es einen EU-Rechnungshof ? Wer erfuellt ihn mit Leben? Wer prueft deren Fachkompetenzen ?

Wuerde auch gerne mit den ADZ Fachredakteuren mal ein wenig fachsimpeln.

Dipl.Bw(FH) Johann Henger

Experte fuer mikro- und makrooekonomische Wirtschaftsentwicklung

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