Mageres Unentschieden gegen Gruppenzweiten

Rumänien bleibt in der EM-Qualifikation vorne

Montag, 15. Juni 2015

Die Euphorie war Florin Andone ins Gesicht geschrieben, nachdem der 22-Jährige eine gute halbe Stunde lang sein Debüt im Nationaldress machen durfte. Wohl deshalb sah er es als ein „gutes Spiel“, was gerade im Fußball-Spitzenspiel der Qualifikationsgruppe F abgelaufen war. Damit war er auch wohl einer der ganz wenigen, die aus dem 0:0 zwischen Nordirland und Rumänien in der EM-Qualifikation 2016 ein gutes Spiel herauslesen konnten. Es war insgesamt eine schwache Partie der rumänischen Auswahl – die besseren Torchancen hatte der Gastgeber, der ebenfalls eine mäßige Leistung bot. Dieser Meinung schlossen sich am Wochenende reichlich viele Kenner an.

Im Windsor-Park-Stadion in Belfast wurde Rumäniens Auswahltrainer Anghel Iordănescu wegen Verletzungen seiner Kicker mit Aufstellungsschwierigkeiten konfrontiert. Die Abwehrspieler Florin Gardoş und Răzvan Raţ sowie Spielmacher Lucian Sânmărtean fehlten, was den Coach vor schwierige Aufgaben stellte.

Dazu kam, dass die meisten Kicker aus dem Urlaub gekommen waren – zu einem aufschlussreichen Testspiel blieb keine Zeit. „Die Auswahlkicker sind reihum zur Nationalmannschaft gestoßen“, bemängelte  Iordănescu die kurze Vorbereitungszeit. Deshalb konnte seine Mannschaft einzig und allein gegen einen Drittligisten zu einem Test antreten, sagte Iord²nescu vor der Begegnung von Samstagabend, während der Gegner im Vorfeld immerhin „zwei internationale Testbegegnungen bestritten hatte“.

Rumänien ist auch nach diesem 6. Spieltag mit 14 Punkten Gruppenerster, vor Nordirland (13) und Ungarn (11) und überraschenderweise vor den Färöer-Inseln, die mit ihren sechs Zählern so viele geholt haben, wie Finnland und Griechenland zusammen.

Sowohl die Stammspieler, wie auch die einwechselten Kicker konnten dem Spiel der Iordănescu-Truppe kaum den notwendigen Impuls geben. Überzeugend wirkten bloß der bis kurz vor der Partie aus gesundheitlichen Gründen noch in Frage stehende Torhüter Tătăruşanu, sowie Abwehrspieler Chiricheş und Mittelfeldspieler Torje. Ebenfalls im Vorfeld der wichtigen Begegnung in Nordirland zeigte sich Iordănescu besorgt, dass viele Auswahlkicker auf der Suche nach einem Verein sind, was fehlende Spielpraxis und Unsicherheit mit sich bringt.

Eine Verletzungspause, aber auch Unstimmigkeiten mit dem Ex-Nationalcoach Victor Piţurcă hatten Abwehrspieler Cristian Săpunaru längere Zeit aus der Auswahl fern gehalten. Nun, bei seiner Rückkehr, hatte  er vor der Partie gesagt, er rechne mit einem Sieg, sah die Chancen der rumänischen Elf jedoch bei 50:50. Und so sollte es auch ausgehen.

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