Maibaumfest in Sanktanna

Tradition wird in der Arader Kleinstadt fortgesetzt

Mittwoch, 07. Juni 2017

Sanktanna - Das Maisingen oder der Tanz in den Mai sind altgermanische Frühlingsbräuche, die von den deutschen Siedlern auch nach Rumänien gebracht wurden. Das einzige Maifest, das man noch in Westrumänien pflegt, ist in der Arader Kleinstadt Sanktanna/Sântana. Dort wird Jahr für Jahr am letzten Sonntag des Monats das sogenannte Maibaumfest gefeiert. Mit Blasmusik und schönen Volkstrachten ging es am letzten Maisonntag auch in diesem Jahr durch die Straßen von Sanktanna. Kinder und Jugendliche der örtlichen Schule mit Unterstützung der Banat-JA-Gruppe aus Arad und einer kleinen Blaskapelle aus Nadlak marschierten mit Frühlingsblumen in den Händen auf. Der Umzug führte zum Hof der deutschen Schulabteilung neben der Mutter-Anna-Kirche, wo der Maibaum aufgestellt war und wo die örtliche Lambert-Steiner-Blaskapelle die musikalische Begleitung übernahm.

Nach einer kurzen Begrüßung der Gäste begann die Versteigerung eines Lammes, was zur Tradition des Maibaumfestes in Sanktanna gehört. Claudius Höniges, Stadtrat seitens des Deutschen Forums in Sanktanna, sagt, dass man traditionell beim Maibaumfest in Sanktanna zwei Lämmer gewinnen kann: das eine wird versteigert, das andere verlost. Claudius Höniges spielte die Rolle des Ansagers zehn Jahre lang, dann gab er diese Rolle weiter. Diesmal war Filip Zdrenea dran.
Während des ganzen Nachmittags verkaufte man Tombolascheine. Bei der Verlosung geriet das Tombola-Schäfchen an Sonja Höniges und das sogenannte „Geldschäfle“, (das versteigerte Lamm) an Patrick Groh – zwei junge Sanktannaer, die gemeinsam mit ihren Familien, Lehrern und Freunden eine alte Tradition auch in den kommenden Jahren weiterzuführen haben.

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