Marias Weihnachtsbäckerei

Pressburger Nusskipfel, Zimtkuchen, Florentiner und sonstiges

Dienstag, 03. Dezember 2013

Maria Schneider hatte Kostproben der Weihnachtsbäckerei mitgebracht.

Hermannstadt - Maria Schneider hat schon immer gern gebacken. Vor drei Jahren brachte sie vor Weihnachten eine Dose ihrer leckeren Kuchen Anselm Roth, einem der Inhaber des Schiller-Verlags. Die Plätzchen könne er nicht essen, rief der verzweifelt aus. Sie seien zu schön. Das war die Geburtsstunde der Idee, ein Buch mit Rezepten für Weihnachtsbäckerei zu machen. „Marias Weihnachtsbäckerei. Leckeres aus ihrer Küche in Siebenbürgen“ wurde am Freitagabend im Erasmus-Büchercafé vorgestellt. Es war eine Präsentation, bei der man sehen, hören und schmecken konnte. Maria Schneider hatte in mehreren Dosen auch Kostproben von Kuchen und Plätzchen mitgebracht, deren Rezepte und Fotos auf den 71 Seiten des Buches zu finden sind.

Maria Schneider lebt mit ihrem Mann in Freck/Avrig und ist Mitarbeiterin u.a. des Schiller-Verlags. Das Einkaufen von Fertigprodukten, darunter auch Kuchen, sei out, sonst würde es nicht so viele Koch- und Backsendungen auf allen Fernsehsendern und ein so reiches Angebot an Kochbüchern geben, meinte sie. Dass ihre Plätzchen jedoch etwas Besonderes seien, darauf habe sie erst Anselm Roth gebracht. In das Buch nahm sie dann nicht nur die Rezepte aus ihrem vergilbten Backbuch auf, sondern fragte auch Freundinnen und Bekannte nach ihren Lieblingsrezepten. Per Telefon, Brief und E-Mail erhielt sie weitere Kuchenrezepte, weshalb sie meinte, das Buch könne genauso Weihnachtsbäckerei mit Herta, Ilse, Susi, Susanna, Sigrid, Marianne und anderen heißen. Die Rezepte hat sie alle nachgebacken und kontrolliert und dabei auch festgestellt, dass es mittlerweile alle Zutaten im hiesigen Handel gibt.

Er fotografiere Vanillekipferl weitaus lieber als Kirchenburgen zum Beispiel, verriet Anselm Roth bei der Buchvorstellung. Mit seiner Kamera war er acht Mal in Freck, wo jedesmal das Gästezimmer der Schneiders mit Kuchentellern vollgestellt war. Das sieht man dem Buch an. Der Anblick der Plätzchen, Striezel, Kuchen und Torten verleitet zum Lesen der Rezepte und Nachmachen. Mit dem Buch – übrigens Nummer 4 der vom Schiller-Verlag herausgegebenen Koch- und Backbücher und Buch Nummer 118 insgesamt – unterstützt Maria Schneider das Hermannstädter Frauenhaus: Jeweils 5 Lei aus dem Erlös gehen an dieses.

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