Martin Bottesch hat verloren

Der USL-Kandidat Ioan Cindrea hat die Wahl zum Kreisratsvorsitzenden gewonnen

Dienstag, 12. Juni 2012

Hermannstadt - ObwohlMartin Bottesch in Hermannstadt/Sibiu 38.552 Stimmen und also 56,49 Prozent der Wählerstimmen erzielte – sein Gegenkandidat Ioan Cindrea (USL) erhielt 17.234 Stimmen, d.h. 25,25 Prozent – hat der Kandidat des Deutschen Forums die Wahl für den Kreisratsvorsitz verloren. Nach Auszählen der in 355 der insgesamt 366 Wahllokalen abgegeben Stimmen kam Bottesch auf 55.078 Stimmen, Cindrea sammelte in den Dörfern und Kleinstädten jedoch viel mehr Voten und kam auf insgesamt 68.353 Stimmen. Diese Daten gab das Kreiswahlbüro am Montagnachmittag bekannt.

Die Ergebnisse aus den verbliebenen 11 Wahlsektionen in Dörfern können das Endergebnis nicht mehr beeinflussen. Nach Bekanntgabe der Teilergebnisse, die für den Wahlausgang konkludent waren, hat Martin Bottesch am Montagnachmittag Ioan Cindrea, bislang PSD-Abgeordneter und seit 2000 Verlierer in den Kommunalwahlen gegen Johannis bzw. Bottesch, zum Sieg gratuliert.

Für die Kreisratsliste des Deutschen Forums stimmten in Hermannstadt 33.772 Personen (49,75 Prozent), für jene der USL 18.198 Personen (26,81 Prozent). Die Ergebnisse für den gesamten Landkreis und folglich die Mandatsverteilung im Kreisrat waren vor Redaktionsschluss nicht bekannt.

Das Wahlergebnis maßgeblich beeinflusst hat die Tatsache, dass die PDL im Abgeordneten Cornel Ştirbeţ einen aussichtlosen Kandidaten aufstellte – Senator Ion Ariton, der ehemalige Wirtschaftsminister, stellte sich nach dem Debakel vor vier Jahren nicht erneut zur Wahl – und Cindrea nun auch die Voten der PNL-Wähler sammelte. 2008 hatte Martin Bottesch insgesamt 56.877 Stimmen erhalten und den Kreisratsvorsitz mit 28,87 Prozent der Stimmen gewonnen, gefolgt von Ariton mit 25,53 Prozent und Cindrea mit 23,19 Prozent. 

Kommentare zu diesem Artikel

Manfred Burgdorff, 13.06 2012, 00:49
Hallo Martin! Schade, aber Kopf hoch. Viele Grüße aus flöthe
banater klausi, 12.06 2012, 17:51
schade darum, es sind einfach zu viele rumänen da :-).
spass zur seite - es ist schwer als no name (keine grosse partei aus bukarest) in diese konjunktur zu gewinnen.
in hermannstatt kann man besser die erfolge / bemühungen quantifizieren - auf kreisebene ist es eben nicht mehr so offensichtlich.

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