Maßnahmen zur Senkung der Rate der Schulverweigerer

16 Prozent der Schulpflichtigen besuchen keine Schule

Donnerstag, 23. Mai 2013

Symbolgrafik: sxc.hu

Bukarest (ADZ/Mediafax) - Im Zeitraum 2010-2011 erreichte die Rate der Schulverweigerer in Rumänien 16 Prozent, nachdem sie ein Jahr zuvor schon auf 15 Prozent gesunken war. Dies ist ein leicht gegenläufiger Trend zu der Abnahme seit 2009, mit 18 Prozent. Bis 2020 soll die Rate auf 11 Prozent gesenkt werden, erklärte Bildungsminister Remus Pricopie anlässlich der Vorstellung einer UNICEF-Studie.

Auch zum Kampf gegen vorzeitige Schulabgänge wird derzeit ein Dokument zur Abrufung von EU-Strukturfonds 2014-2020 vorbereitet. Die Situation in Rumänien im Zeitraum 2005 bis 2009: 20 Prozent aller 3-6-Jährigen, 8 Prozent (über 65.000) der 7-10-Jährigen und 5 Prozent der 11-14-Jährigen (50.000) besuchten keine Schule bzw. Kindergarten.

Risikofaktoren für Schulverweigerung sind Armut, Einbindung der Kinder in Arbeit, geringes Bildungsniveau der Eltern, geringes Bewusstsein für den Wert einer Schulausbildung, Diskriminierung, schlechte Integration benachteiligter Kinder und unzureichende Anpassung der Lehrmethoden an die tatsächlichen Bedürfnisse. Kinder auf dem Land und aus Roma-Familien, darunter vor allem Mädchen, sind häufiger betroffen, während unter den vorzeitigen Schulabgängern die Zahl der Jungen höher ist.

Kommentare zu diesem Artikel

Alexander, 24.05 2013, 01:22
Es fehlt zudem schlicht an Alternativen zum rumänischen Abitur. Wen können denn die hohen Durchfallquoten vewundern, wenn in den Prüfungen wirklich der Abiturstoff abgefragt wird. In anderen Ländern liegt die Abiturquote auch unter 50% - nur bietet das Bildungssystem in diesen Ländern den mehr als 50% Nicht-Abiturienten eine Alternative und Möglichkeiten eine Berufsausbildung zu machen.

Würde man zudem die vielen Fehlstunden rumänischer Schüler hinzurechnen, ....

Das rumänische Bildungssystem ist in einem ähnlichen Zustand wie die Infrastruktur des Landes.
So kommt das Land nicht vorran - schließlich müsste es eigentlich mit großen Schritten zu den anderen EU-Ländern aufschließen.

Es gilt: Nicht jammern, sondern endlich einmal nachhaltige und effziente Reformen durchführen. Dazu braucht es nicht mehr Geld, sondern Willen.
Norbert, 24.05 2013, 00:02
Vielleicht gehts den Kindern ,wie den Erwachsenen.Lieber kaufe ich mir ne Busfahrkarte nach Deutschland..Sollte man vielleicht mal hinterfragen..
Hanns, 23.05 2013, 19:45
Die Überprüfung der Einhaltung der Schulpflicht obliegt dem Staat. Hier hat der Staat total versagt!

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