Mehr als Höflichkeitsbesuche

Botschafter Werner Hans Lauk beim Kronstädter Forum

Donnerstag, 21. November 2013

Christian Macedonschi überreicht Botschafter Werner Lauk ein symbolisches Geschenk. Foto: Ralf Sudrigian

Der baden-württembergische Innenminster Reinhold Gall (Bildmitte) beim Treffen im Kronstädter Deutschen Forum. Foto: Dieter Drotleff

Das Treffen von Donnerstag, 14. November, des neuen deutschen Botschafters in Rumänien, Werner Hans Lauk, mit Vorstandsmitgliedern des Kronstädter Kreisforums war weit mehr als eine übliche diplomatische Gepflogenheit. Beim Sitz des Kronstädter Forums ging es nicht allein um gegenseitige Begrüßung, persönliches Kennenlernen und Versicherung der besten Absichten. Botschafter Lauk erwies sich, trotz der kurzen Zeit seit der er in Rumänien im Amt ist, als gut informiert und sehr interessiert über die Minderheitenproblematik im Allgemeinen, über Geschichte und gegenwärtige Situation der Rumäniendeutschen.

So kamen schnell spezifische Belange der deutschen Minderheit zu Wort wie z.B. der deutschsprachige Unterricht, die Wahrung des kulturellen und historischen Erbes, die Zusammenarbeit mit der Kreis- und Stadtverwaltung. In der deutschen Botschaft habe man einen Partner, der sich ernst einsetzen wolle für zukunftsfähige Lösungsvarianten betreffend Herausforderungen, denen sich die deutsche Minderheit zu stellen habe. Schnelle und direkte Kontakte seien wesentlich für gute Information und effiziente Zusammenarbeit mit der Botschaft und dem Hermannstädter Generalkonsulat. Botschafter Lauk setzte auch deutliche Signale: bei den Gesprächen mit dem Kronstädter Präfekten und dem Kronstädter Bürgermeister wurde er von den beiden Kronstädter Stadtratsmitgliedern seitens des Forums: Werner Braun und Christian Macedonschi, begleitet, die am Abend auch der Begegnung mit den Kreisforumsvertretern beiwohnten. Am nächsten Tag traf Botschafter Lauk auch den Vorsitzenden des Kreisrates Kronstadt, Aristotel Căncescu.

Der Vorsitzende des Kreisforums, Wolfgang Wittstock, dankte für den Besuch und das rege Interesse gegenüber der deutschen Gemeinde im Kreis Kronstadt. Der Botschafter, der von Sebastian Gromig, Wirtschaftsbeauftragter der Botschaft, begleitet wurde, erhielt im Namen des Kreisforums von Wittstock und Macedonschi kleine Geschenke. Es war, innerhalb weniger Wochen, der bereits zweite Aufenthalt des deutschen Diplomaten in Kronstadt und mit Sicherheit nicht der letzte, versicherte der Botschafter nach dieser aufschlussreichen und optimistisch stimmenden Begegnung, die auch von ihrer Dauer her den vorgegebenen Rahmen sprengte.  

Auch Reinhold Gall MdL, Innenminister von Baden-Württemberg, zu Besuch

Am nächsten Tag fand im Kronstädter Forum eine Begegnung statt mit Reinhold Gall, Innenminister des Landes Baden Württemberg, der in Begleitung von Dr. Sybille Müller, Leiterin des Referats 41 für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa seines Ministeriums, und Alfred Mrass, Stellvertretender Vorsitzender des Verbands der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, Vorsitzender der Landesgruppe Baden-Württemberg eintraf.

An der Begegnung nahm auch Judith Urban, Konsulin des Generalkonsulats von Hermannstadt, teil. Begrüßt wurden die Gäste von Wolfgang Wittstock ,Vorsitzender des Demokratischen Forums der Deutschen im Kreis Kronstadt, der die hohen Gäste über die Rolle des Forums informierte und mit Anliegen der Angehörigen der deutschen Minderheit vertraut machte. Die Information sei der Grund seines dreitägigen Besuches in Siebenbürgen, betonte Reinhold Gall, wobei diese so reich ausgefallen sei, dass man sie so schnell kaum verarbeiten kann.

Auch betonte er,  dass er vom System der dualen Ausbildung überzeugt ist, wobei es dieses in Baden Württemberg auch im Bereich des Hochschulwesens gibt. An dieser offenen Aussprache beteiligten sich die beiden Kreisrats- und die beiden Stadtratsmitglieder des Forums, der Vorsitzende des Stadtforums und der Geschäftsführer der Saxonia-Stiftung. Bei dem anschließenden Abendessen trafen auch Botschafter Werner Hans Lauk, Sebastian Gromig, sowie Stadtpfarrer Christian Plajer hinzu – ein Rahmen, in dem der gegenseitige Informationsaustausch ausführlich fortgeführt werden konnte.

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