Mehr als nur ein Konzept - Stadtplanung und „Green Mobility“

Dienstag, 24. März 2015

Kronstadt – Einen umfassenden Bericht seiner Beteiligung an der „Green Mobility“- Konferenz in Triest (19. - 20. März) lieferte Christian Macedonschi, Stadtrat seitens des Lokalforums Kronstadt/Braşov, in seiner wöchentlichen Pressekonferenz: „Green Mobility ist ein Konzept, welches in die Reihe der so genannten ‘Smart Cities’ gehört und beruht auf gezielter Stadtplanung in Richtung vernünftiger Nutzung von Fortbewegungsmitteln, privaten und öffentlichen.

Es klingt vielleicht anspruchsvoll, doch es ist von verblüffender Einfachheit: in Großstädten, wo Abgase, Oberflächenversiegelung durch Bebauung und andere Faktoren zu einer Minderung der Lebensqualität führen, wurde und wird nach Lösungen gesucht, die schädlichen Wirkungen zu mindern und zu beseitigen. Als Beispiel gebe ich die Hauptstadt Frankreichs, Paris, wo gerade dieser Tage verzweifelt nach Lösungen gesucht wird, die bedrohliche Luftverschmutzung zu mindern, wobei in der Millionenstadt, eine drastische Maßnahme angewandt werden soll, und zwar alternative Verkehrserlaubnis für Fahrzeuge mit geraden und ungeraden Kennzeichen, so wie es einst die Kommunisten hier bei uns gemacht haben.“

Die so beschriebene Bedrohung der Luftverschmutzung illustrierte Christian Macedonschi für Kronstadt mit der Höchstbelastung im Bereich des Stadtparks wo „alle Eltern und Großeltern ihre Kinder spazieren führen oder spielen lassen“, wie er den Zustand beschrieb. „Aus diesem Grund, und vor allem weil wir unsere Stadt, unser Kronstadt, lebenswerter machen wollen, habe ich mich entschlossen, noch in diesem Frühling eine Tagung zu diesem Thema in Kronstadt zu veranstalten und dazu Fachleute mit Erfahrung auf diesem Gebiet heranzuziehen. Dabei betone ich, dass bei der Tagung in Triest ein Problem aufgeworfen wurde, welches auch wir, in Kronstadt haben: es wurde ernsthaft darauf hingewiesen (innerhalb der Tagung), dass unsere Stadtplaner ihr Metier unter ganz anderen Anschauungen und Auffassungen erlernt haben, und nun von den Entwicklungen völlig überholt wurden.

Dies ist so in allen ehemaligen Ostblockstaaten, wo nun nicht mehr das Auto, sondern der Mensch im Mittelpunkt der Stadtplanung stehen muss. Der Umstieg auf ein Drittel Privatfahrzeuge, ein Drittel öffentliche Verkehrsmittel und ein Drittel Fahrrad ist anzustreben“, schlussfolgerte Christian Macedonschi.

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