Mehr Arbeitsunfälle in Hermannstadt

Transport und Produktion von Fahrzeugen besonders betroffen

Montag, 25. Februar 2019

Hermannstadt – Einen Anstieg der Arbeitsunfälle im jüngst verstrichenen Jahr 2018 meldete das Arbeitsamt Hermannstadt/Sibiu Mitte der Woche. Rund 300 Meldungen über am Arbeitsplatz eingetretene Unfälle gingen 2018 beim Arbeitsamt ein, von denen 272 Fälle mit der vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit und 16 mit dem Tod der Arbeiter endeten und hinzu kamen jeweils drei Unfälle mit mehreren Beteiligten und Gefahrensituationen.

Infolge der angestellten Nachforschungen stufte die Arbeitsinspektion drei der tödlichen Unfälle als Arbeitsunfälle ein, drei dieser Zwischenfälle als Unfälle mit mehreren Beteiligten und acht als außerhalb des Arbeitsbereiches eingetretene Ereignisse. Drei der Unfälle, bei denen keine Personenschäden zu verzeichnen waren, wurden als Gefahrensituationen eingestuft, wobei es sich konkret um Brände aufgrund von elektrischen Fehlfunktionen an Überwachungs- und Steuerungseinrichtungen der Arbeitsausstattungen handelte.

Desgleichen wurden die von den Arbeitgebern für 173 eingetretene Arbeitsunfälle zusammengestellten Untersuchungsakten genehmigt, die eine vorübergehende Arbeitsunfähigkeit zur Folge hatten, von denen 26 Unfälle außerhalb des Arbeitsbereiches eintraten und 23 leichte Unfälle waren, bei denen die Arbeitsunfähigkeit weniger als drei Tage betrug.

Obwohl im Vorjahr rund 4750 Gelegenheitsarbeiter Leistungen im Kreis erbrachten, wurde für diese Beschäftigtenkategorie nur ein einziger Zwischenfall gemeldet. Weitere fünf Arbeitsunfälle erlitten rumänische Bedienstete außerhalb des Landes und gemeldet wurde auch ein Zwischenfall, bei dem ein ausländischer Arbeiter im Inland verletzt wurde.

Im Vergleich zu den Vorjahren zeigen die Arbeitsunfälle der Arbeitsinspektion zufolge einen Aufwärtstrend, der auch auf den Anstieg der Arbeitnehmeranzahl im Kreis um knapp 2300 Mitarbeiter zurückzuführen ist. Desgleichen war ein Anstieg um 54 Prozent der Verkehrs- und Dienstwegeunfälle zu verzeichnen, wobei die meisten Arbeitsunfälle im Transportbereich, bei der Herstellung der Fahrzeuge für den Straßentransport und von elektrischen Ausstattungen eintraten.
„Bei einer Analyse des Profils der Verunfallten ist festzustellen, dass die meisten Verletzungen bei Arbeitnehmern mit geringer Arbeitserfahrung eintreten und das am allermeisten zu Wochenanfang und in den Morgenstunden“, so der Chefinspektor Remus Furtun².

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