Mein Lebenslauf (II)

Donnerstag, 04. April 2019

Nach Abschluss des Musikstudiums  wurde ich Musiklehrer am Honteruslyzeum in Kronstadt, unterrichtete Musik  auch an allen deutschen Volksschulen Kronstadts. Mit dem Kinderchor,  der Flötengruppe und den Orff-Instrumentalisten verzeichnete ich besondere Erfolge bei Musikabenden und Wettbewerben.  Mit diesen Formationen haben wir 4 TV-Musikfilme gedreht. Als erster Lehrer des Landes verwendete  ich die Orff-Instrumente im Unterricht. Als Anerkennung meiner Leistungen  wurde ich als „Verdienter Lehrer“  ausgezeichnet.

Für alle Musikformationen, die ich leitete, habe ich einige Hundert Sätze geschrieben. Kinderlieder, die ich dichtete und komponierte, wurden im „Neuen Weg“ veröffentlicht.  Bei einem Landeswettbewerb für Kompositionen von Kinderliedern wurde mir ein dritter Preis für ein Winterlied zugesprochen.
Familie: 1950 heiratete ich Rosi Figuli aus Tartlau. Die Kinder Dieter, Karin u. Heinz leben heute in Deutschland. Sie haben ihren Weg im Leben gefunden und ziehen unsere 5 Enkelkinder und ein Urenkel groß. Unsere Ehe wurde 1989 geschieden. Es fehlte ihr gegenseitiges Verstehen.

    Rente:  1986 trat ich in den Ruhestand. Als Rentner habe ich meine Aktivitäten aus Gesundheitsgründen sehr reduziert. Ein Jahr hatte ich einen sozialen Einsatz als Schofför bei der Küche auf Rädern am Martinsberg. Den Führerschein hatte ich als 62-Jähriger geschafft.
4 Jahre war ich Mitglied des Vorstandes des Demokratischen Forums der Deutschen, Kreis Kronstadt, als Leiter der Kulturkommission.
1991 gründete ich die Burzenländer Blaskapelle, die mein besonderer Stolz wurde. Als einzige Blaskapelle ihrer Art im Land wird sie im ganzen Land angefordert. Sie bestreitet jährlich bis über 30 Auftritte und Ausfahrten, ebenso viele Proben, die einmal wöchentlich abgehalten  u. regelmäßig besucht werden. 2001 bespielten wir eine CD, aus deren Verkauf wir dem DFDKK bis jetzt 90 Millionen Lei übergaben.
Für alle meine ehrenamtlichen Tätigkeiten erhielt ich folgende Auszeichnungen:
   - den Apollonia-Hirscher-Preis für das Jahr 2000,
   - die Honterusmedaille für das Jahr 2001.

Im Jahr 1969 lernte ich Sabine und Hans Vușmuc kennen. In kurzer Zeit verband uns eine aufrichtige Freundschaft. Nach dem Tod meines Freundes Hans beschlossen Sabine und ich den Lebensweg gemeinsam fortzusetzen, denn aus dieser Freundschaft hat sich eine tiefe Zuneigung zueinander entwickelt, die sicher den Tod überdauern wird.  Zu diesem Bund hat die Musik viel beigetragen, denn Sabine ist musikliebend, musikgebildet und hat mich in meiner Tätigkeit unterstützt, mir viel geholfen.  Sichtbarer Beweis dafür ist die Fahne, die sie mir zum 75. Geburtstag und zum 10-jährigen Jubiläum der Blaskapelle gestickt hat.

Kronstadt im Januar 2005

Nachtrag – Januar 2007
Zu meinem 80. Geburtstag (2006) wurde ich besonders geehrt. Das Forum gab mir zu Ehren einen Empfang mit über 50 geladenen Gästen. Die deutsche TV-Sendung strahlte ein Interview mit mir und Auszüge aus dem Festkonzert aus. Zeitungen brachten festliche Artikel. Vom Bischof unserer Landeskirche  erhielt ich ein Glückwunschschreiben.
Mit der Burzenländer Blaskapelle organisierten wir ein Festkonzert, denn sie feierte gleichzeitig ihr 15. Jubiläum. Dafür stickte Sabine einen herrlichen Wimpel-Anhang für die Fahne.
  (gezeichnet E.F.)

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