Meister der rumänischen Malerei

Hermannstädter Brukenthal-Museum zeigt erstmal Bilder aus einer Privatsammlung

Freitag, 10. August 2012

Die Ausstellung wirft Streiflichter auf die rumänische Kunst des späten 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts.
Foto: Holger Wermke

Hermannstadt - Lucian Pop ist Galerist und Kunstsammler. In seinem Atelier in Neumarkt/Tg. Mureş trug er in den vergangenen Jahrzehnten rund 200 Werke zusammen. 40 davon sind seit Mittwoch im Blauen Stadthaus in der Ausstellung „Meister der rumänischen Malerei aus der Sammlung von Lucian Pop“.

Es sei das erste Mal, dass das Brukenthal-Museum mit einem privaten Sammler zusammenarbeite, betonte Iulia Mesea, die Kuratorin der Ausstellung bei der Eröffnung. Das Interesse an den gezeigten Werken war groß, rund 60 Besucher drängten sich im Multimedia-Saal, um einen Blick auf die sonst unter Verschluss aufbewahrten Malereien zu werfen.

Die ausgestellten Bilder seien weniger bekannte Werke der rumänischen Malerei, meinte Mesea. Schon beim ersten Besuch in der Galerie von Pop sei ihr die große Zahl an Werken und ihre Diversität aufgefallen. Lucian Pop sei ein großer Liebhaber des Schönen, der Kunst. „Seine Sammlung ist auf eine Art erschöpfend, wie sie die Geschichte der rumänischen Kunst von der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis in die Neuzeit abdeckt.“

Ein anderer Wesenzug der Sammlung sei ihre lyrische Komponente. Sie ist laut Mesea ein Spiegel, der die verschiedenen Fazetten des Sammlers widerspiegele. Sie bezeichnete die Sammlung als eine Alternative zum gewöhnlichen musealen Angebot. Unter den ausgestellten Künstlern befinden sich Namen wie Ioan Andreescu, Ştefan Luchian, Nicolae Tonitza, Sava Henţia, Rudolf Negely oder Nicolae Vermont.

Jedes der Bilder erzähle eine Geschichte, so Mesea. Viele Geschichten hat sie im umfangreichen Katalog zusammen gefasst, der begleitend zur Ausstellung veröffentlicht wurde. Ein Beispiel sei das Bild „Töpfchen mit Feldblumen/Ulcică cu flori de câmp“ von Ioan Andreescu. Das Werk ging von einem Sammler zum nächsten, wobei sein Wert von Mal zu Mal stieg. Oder das Bild von Nicolae Tonitza „Auf der Veranda/Pe verandă“, das von der Zeit der Bojaren und Herrschaften Zeugnis ablegt.

Die Ausstellung bleibt bis zum 23. September geöffnet.

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