Meisterehren gehen wieder nach Klausenburg

Montag, 21. Mai 2012

 CFR Klausenburg ist nach 2008 und 2010 zum dritten Mal rumänischer Fußballmeister geworden. 3:2 siegte CFR bei Uni Klausenburg in einem Wiederholungsspiel und sicherte sich damit bereits eine Runde vor Schluss den Titel. Die Partie war neu angesetzt worden, nachdem die Begegnung der beiden Stadtrivalen am 31. Spieltag in der 27. Minute wegen Konflikten unter den Spielern abgebrochen worden war.

Das Schiedsgericht hatte auf Neuansetzung des Spiels plädiert. CFR hätte auch nach einer Niederlage am letzten Spieltag Meisterehren eingefahren, denn die Mannschaft aus Nordsiebenbürgen hatte den Vorteil der besseren Resultate in den beiden Direktvergleichen. Zum Abschluss der Saison sagte der Adrian Porumboiu, Träger der Mannschaft aus Vaslui, man könne mit ehrlichem Spiel in Rumänien nicht Meister werden; zumindest in den beiden letzten Jahren sei dies der Fall gewesen, so der ehemalige internationale Schiedsrichter und heutige Unternehmer.

Zwei Tage nachdem sich die „Eisenbahner“ in einem Wiederholungsspiel gegen Uni Klausenburg mit einem 3:2 vorzeitig die Trophäe gesichert hatten, bestritt der neue Meister am Wochenende sein letztes Spiel der Saison. Mit dem 1:1 gegen Steaua Bukarest erzielte er einen Punkt mehr als der FC Vaslui, der nach einem 1:0 gegen Uni Klausenburg Vizemeister wurde. Der 34. Spieltag brachte ansonsten viel Ferienfußball auch eine wichtige Begegnung für Steaua, die noch mit dem zweiten Tabellenplatz liebäugelte. Rapid und Dinamo Bukarest sicherten sich Heimsiege, und bereiten sich auf das Pokalfinale von morgen vor.

Voin]a Hermannstadt verabschiedete sich aus der Liga nach einem einjährigen Gastauftritt mit einem Sieg über das abgeschlagene Schlusslicht CS Mioveni, Die Frage ist wohl leicht beantwortet, warum die Hermannstädter abgestiegen sind. Ihr Trainer Alexandru Pelici vermochte als ehemaliger Abwehrspieler eine Hintermannschaft aufzustellen, die wohl kaum schlechter war, als andere aus der zweiten Tabellenhälfte, der Klassenerhalt scheiterte jedoch an der schwachen Torausbeute. Nur 24 Mal trafen die Voinţa-Kicker ins Schwarze. Schlechter war in dieser Hinsicht nur noch der Tabellenletzte aus Mioveni.

Die Überraschung der Rückrunde kam zweifelsohne aus Chiajna, wo der Aufsteiger Concordia unter der Leitung von Ex-Bundesliga-Profi Laurenţiu Reghekampf wahrhaftig aufblühte und in überzeugender Manier den Klassenerhalt schaffte, nachdem zur Winterpause kaum noch jemand mit dem Verbleib der Mannschaft in der ersten rumänischen Liga gerechnet hatte.

Einiges schuldig blieb Dinamo Bukarest, die lange Zeit die Tabelle anführte; der letztendlich belegte fünfte Platz wird den Ansprüchen bei Dinamo nicht gerecht. Halbwegs versöhnlich könnte bei Dinamo ein Pokalsieg gegen Rapid stimmen, die scheinbar in ihrer Finanznot mit dem vierten Rang ein gutes Jahr unter ihrem alten und neuen Trainer Răzvan Luceascu hatte. Unter den Erwartungen blieb auch Vorjahresmeister Oţelul Galatz, der ganze 19 Punkte hinter dem neuen Meister zurückliegt und diesmal keine Ansprüche auf das internationale Geschäft erheben konnte.

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