Metropolit des Banats vermittelt Jobs

Vom Energieriesen zum Automobilzulieferer

Mittwoch, 10. Mai 2017

Entlassene von rumänischen Energieriesen könnten in Temeswar einen Teil des Fachkräftemangels beheben.
Symbolfoto: Zoltán Pázmány

Ingenieure, Schlosser, Schweißer und Baggerfahrer bleiben in den kommenden beiden Jahren bei den Energiereisen „Oltenia“ und „Hunedoara“ ohne Stelle. Dies sagte der Vorstandsvorsitzende des Energiekomplexes Oltenia, Sorin Boza, vergangene Woche bei einem Treffen in Temeswar. In die Wege geleitet hatte die Begegnung der Metropolit des Banats, Ioan Selejan, unter dem thematischen Begriff: „Konkrete Lösungen, um den Fachkräftemangel im Verwaltungskreis Temesch zu beheben“. Zugegen waren Vertreter von 90 Prozent der Unternehmen, die im Kreis Temesch auf der Suche nach Facharbeitern sind, schreibt Mediafax.

Mit seinen 13.400 Beschäftigten ist der Energiekomplex Oltenia der zweitgrößte Arbeitgeber in Rumänien. Nach einem Umstrukturierungsprogramm sollen in diesem Jahr etwa 1000 Mitarbeiter entlassen werden, weitere 750 kämen bis Ende 2018 hinzu, sagt Sorin Boza. Er glaubt, die Entlassenen würden die freien Stellen in den Betrieben des Kreises Temesch annehmen, denn der Kreis Gorj, woher die meisten Mitarbeiter kommen, biete kaum Alternativen auf dem Arbeitsmarkt. „Die Distanz zwischen den beiden Kreisen beträgt bloß 300 Kilometer“, so Boza. Harte Sparmaßnahmen stehen auch im Energiekomplex in Hunedoara an. Allein in diesem Jahr bleiben 1400 Mitarbeiter ohne Job, nachdem bereits 2016 etwa 1000 Angestellte entlassen wurden. Der ebenfalls anwesende Staatssekretär im Energieministerium, Doru Visan, nannte die anstehenden Maßnahmen „eine schmerzhafte Lösung“, die jedoch „vollzogen werden muss“, denn die Stromerzeugung mit Kohle müsse künftig umweltfreundlich erfolgen und dabei sei der Stellenabbau nicht zu vermeiden.

Gerade vor diesem Hintergrund sei es wichtig, zu erfahren, welches Personal in den Temescher Betrieben benötigt wird, sagte der Vorstandsvorsitzende aus Oltenien, Sorin Boza. Er wies auch darauf hin, dass man parallel dazu auch auf der Suche nach potentiellen Investoren im Kreis Gorj Ausschau halte.

 

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