Michael-Weiß-Gedenkfeier

Volkstrauertag der Burzenländer Sachsen im Zeichen der Erfüllung von 100 Jahren seit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges

Freitag, 10. Oktober 2014

Die alljährlich veranstaltete Michael-Weiß-Gedenkfeier hat im Laufe der Jahre den Stellenwert eines Volkstrauertages der Burzenländer Sachsen erhalten
Foto: Archiv des DFDKK

Kronstadt (ADZ) – Auch in diesem Jahr laden das Demokratische Forum der Deutschen im Kreis Kronstadt/Braşov (DFDKK), die Evangelische Kirche A.B. Kronstadt (Honterusgemeinde) und das Kronstädter Johannes-Honterus-Lyzeum zur Michael-Weiß-Gedenkfeier nach Marienburg/Feldioara ein. Durch diese Veranstaltung soll an die Schlacht von Marienburg am 16. Oktober 1612 erinnert werden, in der, im Kampf gegen den siebenbürgischen Fürsten Gabriel Báthory, der Kronstädter Stadtrichter Michael Weiß sowie Hunderte von Kronstädter Bürgern und Bewohnern der Burzenländer sächsischen Gemeinden, darunter auch Schüler („Studenten“) des Honterusgymnasiums, ihr Leben lassen mussten. Die diesjährige Michael-Weiß-Gedenkfeier findet genau am Stichtag, Donnerstag, 16. Oktober, 17 Uhr, statt. Die traditionelle Zeremonie beim sogenannten Studentendenkmal mit geistlicher Handlung, Kranzniederlegung und Ansprachen wird von der Burzenländer Blaskapelle (Dirigent: Vasile Glăvan) und Schülern des Honteruslyzeums mitgestaltet.

Im Laufe der Jahre hat die traditionelle Michael-Weiß-Gedenkfeier den Stellenwert eines Volkstrauertages der Burzenländer Sachsen erhalten. Alljährlich wird in diesem Rahmen der Vorfahren gedacht, die in den mehr als acht Jahrhunderten dokumentarisch belegter Burzenländer Geschichte in der Heimat oder in der Fremde als Opfer von Terror und Gewaltherrschaft, von Diktatur, Krieg und Deportation ihr Leben lassen mussten. Das Besondere an der diesjährigen Michael-Weiß-Gedenkfeier ist, dass sich heuer 100 Jahre seit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs erfüllten, als dessen Folge die Landkarte Europas, auch jene unseres Vaterlandes neu gezeichnet wurde. Viele Landsleute aus den Generationen unserer Eltern, Großeltern und Urgroßeltern ließen ihr Leben im mörderischen Geschehen des Ersten Weltkriegs, auch viele junge Leute, die im Jahr 1913 in Marienburg die Einweihung des Studentendenkmals begeistert gefeiert hatten. Ihnen, deren Namen auf den Gedenktafeln in den evangelischen Kirchen Siebenbürgens verewigt sind, wird das diesjährige Totengedenken in Marienburg in besonderem Maße zugeeignet.

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