Michail Schischkin und die Drachen

Russischer Autor hält Vortrag an der West-Universität

Donnerstag, 31. Mai 2018

Temeswar (ADZ) – Auf Einladung des Temeswarer Kulturvereins „Skyline“ weilt der bekannte russische Schriftsteller Michail Pawlowitsch Schischkin am heutigen Donnerstag in Temeswar. In der Aula Magna der West-Universität hält Schischkin ab 17.00 Uhr einen Vortrag, dem sich ein Gespräch mit dem Journalisten Cristian Pătrășconiu anschließt. Dolmetscherin ist Schischkins Übersetzerin ins Rumänische, Professorin für Russisch an der Universität Bukarest.

Schischkin, der seit 2011 in der Schweiz lebt, ist Träger mehrerer namhafter Literaturpreise, darunter des russischen Booker-Preises (2000) und des Internationalen Literaturpreises des Hauses der Kulturen der Welt in Berlin (2011). In Rumänien wurden einige seiner Romane, darunter „Pismovnik“ („Scrisorar“ auf Rumänisch, „Briefsteller“ in der deutschen Übersetzung), „Wsjatije Ismaila“ („Luarea Ismailului“ bzw. „Die Eroberung von Ismail“) oder „Wenerin Wolos“ („Părul Venerei“ bzw. „Venushaar“) im Curtea-Veche-Verlag veröffentlicht und vom rumänischen Publikum mit großer Begeisterung aufgenommen. Laut der deutschsprachigen Presse steht der auch in Westeuropa gefeierte Erzähler Schischkin in der Tradition Tschechows, Bunins oder Nabokovs.

Schischkins Auftritt in Temeswar findet im Rahmen der zweiten Auflage des Internationalen Drachenfestivals statt. Nach seinem Vortrag wird im Foyer der Universität die Kunstausstellung „Timișoara Art Kites“ eröffnet, Künstler aus Rumänien, Ungarn und Japan stellen ihre Drachen vor. Am 1. sowie am 2. Juni finden auf dem Flugplatz Cioca an der Torontaler Straße mehrere Ateliers für Kinder und Jugendliche teil: Drachenbauer aus Deutschland, Großbritannien, den Vereinigten Staaten und der Schweiz werden die Kunst des Drachenbauens den Teilnehmern beibringen. Eine Schreibwerkstatt wird ebenfalls organisiert. Der Zugang ist frei. Unterstützt wird die Veranstaltung von der Temeswarer Anwaltskanzlei „Bercea & Asociații” sowie von der Herczeg-Stiftung, der West-Universität, dem Temeswarer Bürgermeisteramt und dem Kreisrat Temesch.

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