Milliardär Niculae legt seine sechs Chemiewerke still

Samstag, 19. Juli 2014

Bukarest (ADZ) – Rumäniens reichster Mann, Ioan Niculae, hat diese Tage die letzten beiden seiner insgesamt sechs Chemiewerke stilllegen lassen – und zwar wegen angeblich zu hoher Erdgaspreise. Die Wirtschaftspresse wertet seinen Entschluss als klare Druckausübung auf die Regierung – nach 2008 und 2011 sei es nun schon zum dritten Mal, dass er unter Androhung der Entlassung seiner rund 6000 Werkmitarbeiter Preisnachlässe erzwingen wolle. Wegen der ihm jahrelang eingeräumten Preisrabatte bei Erdgas ermitteln die Staatsanwälte der Direktion zur Bekämpfung des organisierten Verbrechens und Terrorismus seit letztem Jahr nicht nur gegen den umstrittenen Milliardär, sondern auch gegen die früheren Wirtschaftsminister Varujan Vosganian und Adriean Videanu.

Kommentare zu diesem Artikel

Sraffa, 20.07 2014, 18:28
Leider scheint wechselseitige Erpressung Teil des "freiheitlichen" Wirtschaftssystems in Rumänien zu sein. Niculae droht mit Streichung von Arbeitsplätzen wenn ihm der Rum. Staat nicht verdeckt mit zu niedrigen Gaspreisen subventioniert; die Kosten hierfür tragen alle im Land . Glaube keiner daß Niculae nicht schon längst den Großteil seines Vermögens ausser Land gebracht hätte. Das sind diese "innovativen, waghalsigen und freiheitsliebenden Unternehmer" wirklich : Betrüger und Erpresser.
Hanns, 19.07 2014, 12:59
Wie ist Ioan Niculae so reich geworden?

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