Minderheiten mit wenig Interesse für Vorschulunterricht

Kurzgespräch mit Prof. Mircea Iacob Meilă, Stellvertreter des Generalschulinspektors von Karasch-Severin

Mittwoch, 04. April 2012

Unser Gesprächspartner mit dem Emblem des "Diaconovici-Tietz"-Lyzeums, dem er zuletzt als Leiter vorstand . Foto: Leo Prodan

Am letzten Tag der zweiten Etappe der Einschreibungen der Kinder zur Vorschulklasse führten Wertner Kremm mit dem stellvertretenden Generalschulinspektor des Schulinspektorats Karasch-Severin, Mircea Iacob Meilă, folgendes Kurzgespräch:

Wie viele Kinder sind für die Klassen in Deutsch als Muttersprache eingeschrieben worden?

„In Reschitza wurden elf Kinder eingeschrieben für diese schulvorbereitende Klasse, in Karansebesch überhaupt keines.“

Wie schaut es bei den anderen Minderheiten aus

„Im gesamten Banater Bergland, also auch in den vorwiegend von Serben bewohnten Ortschaften der Donauklamm, gibt es bloß zwei Einschreibungen für eine vorbereitende Klasse in Serbisch als Muttersprache, beide in Neumoldowa.“

Sonst nichts?

„Leider nicht. Hingegen haben wir für die erste Klasse an meiner ehemaligen Schule, dem „Diaconovici-Tietz“-Lyzeum in Reschitza, 32 Kinder eingeschrieben. Obzwar ursprünglich eine einzige Klasse vom Ministerium genehmigt war, sehen wir jetzt grundsätzlich die Möglichkeit gegeben, hier zwei erste Klassen in deutscher Muttersprache einzurichten.“

Welches ist das größte Problem, vor dem sie im Schuljahr 2012/13 stehen?

„Bezüglich des Unterrichts in deutscher Sprache ist es zweifelsohne das Fehlen von GrundschullehrerInnen. In Reschitza fehlen uns im kommenden Schuljahr, infolge diverser Umstandsverkettungen, drei LehrerInnen an der deutschen Abteilung des „Diaconovici-Tietz."

Gibt es genug Unterrichtsräume für die Vorschulklassen? Wie steht es mit deren kindergerechter Einrichtung?

„Uns sind bislang keinerlei große Probleme in dieser Hinsicht zugetragen worden. Unterrichtsräume gibt es ausreichend. Auf die altersgerechte Ausstattung der Klassenräume, zu der sich das Bildungsministerium verpflichtet hat, warten wir zur Zeit.“

Und wie steht die Schule mit dem Vorschul-Curriculum?

„Das ist ausgearbeitet und im März im Netz zur öffentlichen Diskussion gestellt worden“

Wie sehen Sie persönlich die Vorschulklassen?
„Ich glaube, dass die ein Gewinn sind für die Schule. Auch, dass die Sechsjährigen am Pflichtschulunterricht teilnehmen müssen. Das Curriculum finde ich in Ordnung, die bisherigen Bemerkungen dazu seitens der Lehrerschaft, den am ehesten Kritikberechtigten, werden noch in Betracht gezogen. Weiterhin negativ sehe ich den Simultanunterricht, allerdings ist der für die Vorschulklassen nicht spezifisch.“

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