Mineriadeprozess: Iliescu und Roman strafverfolgt

„Verbrechen gegen die Menschlichkeit“

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Bukarest (ADZ) - Der ehemalige rumänische Präsident Ion Iliescu, der ehemalige Premierminister Petre Roman, Ex-Vizepremier Gelu Voican Voiculescu, der Ex-Chef des Inlandsnachrichtendienstes SRI, Virgil Măgureanu, sowie weitere Personen werden im Mineriadeprozess (13. – 15. Juni 1990) wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit strafverfolgt. Laut einer Mitteilung der Militärstaatsanwaltschaft beim Obersten Gerichtshof (ÎCCJ) von Freitag, dem 23. Dezember, liegen Beweise vor, dass die Angeklagten zwischen dem 11. – 15. Juni 1990 einen Angriff auf die Zivilbevölkerung, beziehungsweise die Demonstranten am Universitätsplatz in Bukarest, „beschlossen, organisiert und koordiniert“ haben, wobei sie sich der Bergarbeiter aus dem Schiltal bedienten. In dessen Folge sind vier Personen erschossen worden, drei Personen haben Schussverletzungen erlitten, weitere 1269 Personen wurden verletzt und 1242 ihrer Freiheit beraubt. Ex-Präsident Iliescu sagte, dass er kein Problem in den Untersuchungen sieht, auf Fragen der Staatsanwälte antworten werde und sich selber nichts vorzuwerfen habe. Auch Ex-Premier Roman beteuerte seine Unschuld.



Kommentare zu diesem Artikel

giftschlange, 28.12 2016, 10:06
Es ist gut,dass es jetzt eine gerichtliche Untersuchung über die damaligen Ereignisse gebeb wird. Damit haben alle damals mitbeteiligten,verantwortlichen Akteure die Möglichkeit endgültig ihre Unschuld zubeweisen oder aus ihrem damaligen Verhalten die strafrechtlichen Konsequenzen zu ziehen.

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