Minunică – über das Abenteuer Mutterschaft

ADZ/BZ-Redakteurin Raluca Nelepcu verrät auf ihrem Erziehungsblog, wie sie ihren Sohn großzieht

Freitag, 23. September 2016

Raluca Nelepcu (rechts) und Ioana Chicet-Macoveiciuc, die als „urbane Prinzessin“ bekannte Bloggerin. Beide schreiben gern über Erziehungsthemen.

Mit der passenden Kleidung kann man bei jedem Wetter rausgehen, davon ist Raluca Nelepcu überzeugt. Sohn Bastian scheint das „Konzert“ unter dem Regenschirm zu genießen.
Fotos: privat

Kinder lieben Bücher. Man muss sie nur früh genug damit Bekanntschaft schließen lassen.
Foto: Raluca Nelepcu

Was macht eine frisch gebackene Mutter, wenn das Baby schläft? Normalerweise schläft auch sie in dieser Zeit, denn Babys haben ein ganz anderes Programm als Erwachsene, sie wollen Tag und Nacht alle paar Stunden gestillt und im Arm gehalten werden, und das ist für das junge Elternpaar zu Beginn ganz schön stressig. Manchmal – eigentlich recht selten - hat die Mutter ein wenig Zeit für sich. In dieser Zeit versucht sie, Verbindung zur Außenwelt aufzunehmen, meist über das Internet, denn für Besuche reicht diese Zeit – vor allem, wenn das Kind noch sehr klein ist – kaum aus.

Genau so tat es auch ADZ-Redakteurin Raluca Nelepcu. Die Mutter des zweijährigen Bastian nutzte die Mutterschaft, um sich im Internet schlau zu machen, um vieles über Ernährung und Erziehung von Kindern zu lesen und Neues dazuzulernen. Sie stieß in dieser Zeit auf viele Facebook-Gruppen und Blogs zum Thema Kindererziehung, und nahm sich – zumindest in Gedanken – Notizen. Es dauerte nicht lange, bis sie selbst ihren eigenen Blog ins Leben rief. Seit Februar schreibt Raluca Nelepcu über Spiele, Spaß, Ernährung und Erziehung – ihr Blog minunica.com ist seit Anfang Mai online.

„Ich schreibe über meine Erziehungsprinzipien und beschreibe, was bei mir und meinem Kind funktioniert. Vielleicht inspiriert das auch die eine oder andere Mutter“, sagt Raluca Nelepcu, eine Anhängerin der bindungs- und bedürfnisorientierten Erziehung, des sogenannten „Attachment Parenting“. Auf ihrem Blog schilderte sie zum Beispiel, wie sie ihren Sohn überzeugen konnte, sein Haar schneiden zu lassen oder die Zähne zu putzen. Sie schreibt gern auch über die Bücher, die sie für ihren Sohn – ein kleiner großer Bücherfreund – gekauft hat.

Raluca Nelepcu ist der sanfte Mutter-Typ. Von Kinder Schlagen oder Anschreien will sie nichts wissen. Und das betont sie verstärkt auf ihrem Blog: „Wir können die für uns Eltern leichtere Methode wählen und die Kinder verhauen oder anbrüllen, damit sie auf uns hören. Leider entscheiden sich auch heutzutage viele Eltern für diese Erziehungsart. Ich aber will es völlig anders machen: sanft und mit viel Respekt dem Kind gegenüber“, sagt die Journalistin und Absolventin des Kurses für Heilerziehungspflege an der Sancta-Maria-Hilfe-Schule in Temeswar. Zu den Psychologen und Pädagogen, die Raluca Nelepcu inspirieren, zählen Aletha Solter, Alfie Kohn und Maria Montessori. Auf minunica.com schreibt Raluca Nelepcu auch über die Spiele, die ihre Eltern für den Sohn Bastian basteln. „Es sind intelligenzfördernde Spiele, mit Hilfe derer er seine Grob- und Feinmotorik entwickelt oder Farben, Zahlen und Buchstaben lernt“, sagt sie. Gemäß der Montessori-Pädagogik ist ein Kind nie zu klein für Neues, auch nicht für das Erlernen von Buchstaben oder Zahlen. „Man kann Kinder zu nichts zwingen. Sie lernen alles spielerisch“, sagt Raluca Nelepcu.

Dass Sohn Bastian, auf dem Blog liebevoll „Minunică“ genannt (auf Deutsch: kleines Wunder), gern mit den Spielen, die „Omama“ und „Otata“ für ihn bauen, spielt, versteht sich. „Kinder brauchen nicht viel Spielzeug und auf keinen Fall teure Sachen, um glücklich zu sein. Es müssen aber gescheite Sachen sein“, erklärt Raluca Nelepcu, die sich für Bastian auch wünscht, dass er sich viel bewegt. „Ich werde meinem Kind auf gar keinen Fall ein mit Batterien betriebenes Auto kaufen, in das er sich nur reinzusetzen hat. Kinder müssen in die Pedale treten, sie müssen Roller und Rad fahren, sie müssen klettern und schwimmen“, sagt sie. Dies ist auch der Grund, weshalb Bastian – unabhängig vom Wetter - sehr viel Zeit an der frischen Luft verbringt.

Auf die Frage, ob sie denn nicht vielleicht befürchtet, dass Bastian verwöhnt wird, da er ziemlich viel Freiheit zu genießen scheint, hat Raluca Nelepcu nur eine Antwort: „Es gibt natürlich auch bei uns klare Regeln. Es stellt sich aber immer wieder die Frage, wie man diese Regeln dem Kind vermitteln möchte – auf die harte, ‚Du musst‘-Art, oder mit viel Feingefühl, indem man dem Kind immer wieder erklärt, wieso es dies oder jenes zu tun hat. Ich persönlich bevorzuge die respektvolle Art“. Wie andere ihre Kinder erziehen, das möchte Raluca Nelepcu nicht kommentieren. „Jede Mutter weiß, was das Beste für ihr Kind ist“, sagt sie voller Überzeugung. „Mütter müssen zusammenhalten und sich auf keinen Fall gegenseitig kritisieren“.

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Ach, du Schreck, mein Name ist weg!
Personalisierte Kinderbücher als besonderes Geschenk

Es war einmal ein kleiner, braver Junge mit blondem Haar und blauen Augen. Eines Tages wachte dieser Junge in seinem Zimmer auf, aber etwas war diesmal anders. Von der Zimmertür fehlte etwas, was dort sonst geschrieben stand: Sein Name war weg! Er konnte sich einfach nicht mehr daran erinnern, wie er hieß, und machte sich auf die Suche nach seinem Namen.

Unterwegs traf er einen schlaflosen Bär, dem er den Trick mit dem Schafe Zählen verriet, damit er schneller einschlafen kann. Als Dank bekam er ein „B“. Er ging weiter und traf einen Adler, auf dessen Rücken er stieg, um die Umgebung von oben zu überschauen. Er fand seinen Namen nicht, aber einen Buchstaben: A wie Adler. Danach lief ihm ein Strauß über den Weg. Von diesem bekam er ein Fußband mit einem „S“. Das nächste magische Wesen war ein haariger Troll, ein freundlicher Troll, eine Seltenheit heutzutage. Der Troll schenkte ihm ein „T“. Bei seiner weiteren Suche stieß er auf einen orangenen Ball: In Wirklichkeit war es ein Igel, an dessen Stacheln Orangenschalen steckten. Vom Igel nahm er ein „I“ mit. Das Treffen mit einem Affen, der nicht weiß, dass Bananen geschält werden müssen, folgt. Der Affe schenkt ihm ein „A“. Schließlich lehrt der Junge eine Nilpferddame, wo sie sich waschen kann. Als Dank bekommt er ein „N“. Der Junge läuft den Weg zurück und merkt, dass die sieben Buchstaben, die er unterwegs gesammelt hat, seinen Namen, BASTIAN, ergeben. Er kann nun ruhig einschlafen.

Etwa so klingt die Geschichte unseres Jungen, der seinen Namen verloren hat. Es kann aber die Geschichte eines jeden Kindes sein. „Lost My Name“ heißt das Projekt aus Großbritannien, das individuelle Geschichten in Versform für jedes Kind bietet. Ein besonderes und einzigartiges Geschenk, das Kindern, die gern lesen oder Geschichten hören, ganz bestimmt gefallen wird. Die Geschichte heißt „Ach, du Schreck, mein Name ist weg“ und ist in sieben Sprachen erhältlich. Das personalisierte Kinderbuch wurde 2012 von drei Vätern und einem Onkel ins Leben gerufen. Die vier Freunde waren der Meinung, dass wir Menschen mehr Magie in unserem Leben brauchen, und dachten sich eine spannende Story aus. Seitdem wurden über eine Million Exemplare in über 135 Ländern weltweit verkauft. Das Buch kostet 19,99 Pfund und kann unter lostmy.name bestellt werden.

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