Mit Coultour die Sehenswürdigkeiten Temeswars entdecken

Smartphone-App kann in der “Schule anders”-Woche eingesetzt werden

Mittwoch, 19. März 2014

In der Woche „Schule anders“ dürfen die Schülerinnen und Schüler die Handys im „Unterricht“ benutzen: Mit Coultour können sie einen interessanten Rundgang durch Temeswar unternehmen.

Das landesweite Programm „Schule anders“/“Scoala altfel“ findet in diesem Jahr vom 7. bis zum 11. April statt. In dieser Woche haben Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, sich mit schulischen Themen auf einer etwas anderen Art und Weise auseinanderzusetzen. Eine derartige Möglichkeit hat ein junger Mann aus Ineu im Kreis Arad geschaffen: Er bietet den Schülern eine App für Smartphones an, mit der sie die Geschichte der Stadt Temeswar/Timisoara entdecken können. Die Coultour-App (www.coultour.com) ist aktuell im PlayStore kostenlos erhältlich.

Entwickelt wurde Coultour von Roland Huhn, einem 27-jährigen Softwareentwickler, der seit acht Jahren in Temeswar lebt. „Die Jugendlichen sind immer weniger an Kultur interessiert, sie beschäftigen sich fast nur mit Computern und dem Internet. Wir finden, dass sie sich auch an Kultur interessieren müssten“, sagt Roland Huhn. Dies war auch der Grund, weshalb Roland vor zwei Jahren auf die Idee kam, die Coultour-App zu entwickeln. Die App hat er zwar allein auf die Beine gestellt, jedoch gehören zu seinem Team weitere drei Leute, die zum guten Gelingen des Unterfangens beigetragen haben. Es geht um Rolands Freundin Adelina Semian, die sich mit Content Management und Marketing beschäftigt, um Paul Dudi, Student an der Fakultät für Automatik und Computerwissenschaften der TU Politehnica, und Ionuţ Ţeudan, der fürs Design der App zeichnet. Coultour wurde im November 2013 – in einer ersten Version für Android-Smartphones – lanciert. Die Variante für Windows Phones soll es ab Ende März und somit pünktlich zum Beginn der „Schule anders“-Woche geben, verspricht das Coultour-Team.

„Diese App vereint Ideen aus einer Schnitzeljagd mit einer Stadtbesichtigung. Die App führt den Anwender durch die Stadt, während er spielerisch etwas Neues über Temeswar erfährt“, sagt Roland Huhn. Egal, ob man nun in Temeswar lebt oder nicht: „Man findet bestimmt etwas über die Stadt heraus, was man vorher nicht gewusst hat“, betont Roland Huhn, der selbst zugibt, vieles über Temeswar entdeckt zu haben. Zum Einen können Schülerinnen und Schüler in der Woche „Schule anders“ die Stadt entdecken, andererseits steht die App auch Touristen zur Verfügung, die Temeswar besichtigen und dabei keinen Stadtführer in Anspruch nehmen. Die App in englischer Sprache wurde bereits von Menschen aus anderen Weltecken heruntergeladen.

Die Oper, die Theresienbastei, der römisch-katholische Dom, die orthodoxe Kathedrale und weitere vier Sehenswürdigkeiten können mit Hilfe von Coultour  entdeckt werden. Die App steht unter dem Motto „Discover – Learn – Play“, auf gut Deutsch: „Entdecke – Lerne – Spiele“, und gibt dem Benutzer die genaue Route an, um die  Sehenswürdigkeiten zu finden. An der Sehenswürdigkeit angekommen, bekommt der User wichtige Informationen über diese. „Am Ende der Besichtigung eines Ortes muss der Benutzer einige Fragen zur Sehenswürdigkeit beantworten und hier kommen die Elemente aus der Schnitzeljagd zum Einsatz. Die meisten Antworten befinden sich in der Realität, d.h. der Nutzer muss sehr aufmerksam sein und diese am Ort suchen und finden“, erklärt Roland Huhn.

Der junge Softwareentwickler glaubt, dass die App gut bei den Schülerinnen und Schülern, aber auch bei Geschichtslehrern ankommen wird. 90 bis 120 Minuten dauert eine Stadtbesichtigung anhand der Sehenswürdigkeiten, die vorläufig in Coultour eingeschlossen sind. Coultour könnte künftig in andere Sprachen übersetzt werden und sogar auf andere Städte in Rumänien ausgeweitet werden. Vorläufig bietet sie kostenlos Werbung für Temeswars Sehenswürdigkeiten an, was gerade im Rennen der Stadt um den Titel „Europäische Kulturhauptstadt 2021“ eine wichtige Rolle spielt.

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